YouTube InStream-Anzeigen – 4 Tipps, wie du deine Kampagnen erfolgreich aufsetzt

YouTube gewinnt im Online-Marketing-Mix zunehmend an Relevanz. Mittlerweile erreicht die Video Plattform von Google mit 38,5 Mio. unique Usern pro Monat 72% der deutschen Onlinebevölkerung und das über mehrere Endgeräte hinweg (Google Inc., 2017). Daher entdecken auch immer mehr Unternehmen das Potential des Kanals. Mit wirkungsvollen Videobotschaften die Marken- und Produktbekanntheit zu steigern, überzeugt. Doch die Konkurrenz schläft natürlich nicht! Deshalb ist es umso wichtiger, eine laufende YouTube InStream-Kampagne auf die relevanten KPIs zu optimieren.

Für die Basic-Optimierung von YouTube InStream Kampagnen sollten daher folgende Metriken herangezogen werden:

  • Cost per View (CPV)
  • View-through-Rate (VTR)
  • Kosten

 

1. Optimierung auf Cost per View (CPV)

Der CPV ist ein wertvoller Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit der YouTube-Anzeige.

Aktion Ursache
CPV steigt Ungeeignetes Creative
Erhöhter Wettbewerbsdruck in der Auktion
CPV sinkt Offener Markt, Chance auf hohe Reichweiten

Man sollte die richtige Balance zwischen Targeting und verwendeten Creative (YouTube-Video) finden, um eine hohe VTR und einen niedrigen CPV zu erreichen.

Gebotsanpassungen

Dem Werbetreibenden sollte vor dem Aufsetzen einer YouTube InStream-Kampagne klar sein, was ihm ein View wirklich wert ist. Ein View kann beispielsweise weitere Aktivitäten mit dem YouTube-Video, auf dem YouTube-Channel oder einen Websiteklick verursachen. Dies erhöht natürlich die Wertigkeit des Views.

Targeting erweitern

Ein zu eng gefasstes Targeting führt zu erhöhtem Wettbewerbsdruck und folglich auch zu einer Erhöhung des CPVs. Ein breiteres Targeting auf verschiedene Interessen, Themen und demografische Merkmale erlaubt dem System Auktionen zu identifizieren, in welchen die YouTube-Anzeige konkurrenzfähig ist. Dies führt wiederum zu einer Reduzierung des CPVs. Das TrueView-Anzeigenformat funktioniert ohnehin als Targetingfilter, da der Werbetreibende nur für User bezahlten muss, welche das YouTube-Video wirklich angesehen oder damit interagiert haben.

Beispiel: Entwicklung Aufrufrate und CPV bei breitem Targeting

 

2. Optimierung auf View-Through-Rate (VTR)

Die VTR ist eine wichtige Metrik, um zu verstehen, ob ein Creative gut oder schlecht bei den Usern ankommt.

 

Aktion Ursache
Hohe VTR Gutes Creative
Viele Auktionen gewonnen
Niedrige VTR Schlechtes Creative + hoher CPV

 

Um mit niedrigen Kosten mehr Views zu erreichen ist es notwendig, das Creative mit der höchsten VTR zu identifizieren. Anders als beim CPV, wird die VTR nicht von der Wettbewerbsfähigkeit der Auktion beeinflusst, sondern von der Qualität der Videoanzeige.

Creative verbessern

Ein gutes und kurzes YouTube Video (30 – 60 Sek.), welches zu vielen Videoaufrufen führt, steigert natürlich auch die VTR und führt oft zu einem sinkenden CPV, da die Videoanzeige als relevant erachtet wird. Kleinere Maßnahmen wie Titeländerungen, Einsatz von End Cards oder einfügen bzw. ändern des Call to Action können ebenfalls die VTR verbessern, da mehr mit dem Video interagiert werden kann.

Darstellung YouTube End Cards; Quelle: Google Inc.

Es empfiehlt sich mehrere Creatives zu verwenden, um Rotation und Optimierung auf das bestlaufende Video zu gewährleisten. Einzelne Videos sollten ggfs. bei Zeiten auch ausgetauscht werden, um den User nicht zu langweilen. Tests haben gezeigt: Wenn im YouTube-Video die Möglichkeit zu skippen offen kommuniziert wird, führt dies zu enormen Steigerungen der Leistungswerte. Unteres Beispiel zeigt, dass mit einem derartigen YouTube-Video hohe Aufrufraten bei niedrigen CPVs und höhere Videowiedergabewerte erreicht werden können.

Beispielcase eines Kunden aus der Spielwarenbranche, Leistungswerte von Februar 2017

Spannender Content ist ein wichtiger Baustein einer guten YouTube InStream Anzeige. Die Videobotschaft sollte auf jeden Fall eines der nachfolgenden Kriterien erfüllen, um beim User anzukommen:

  • Inspirieren
  • Emotionalisieren
  • Wissen vermitteln
Targeting optimieren

Die Ausrichtungsoptionen sollten vom Werbetreibenden analysiert und die Variante mit den meisten Anzeigenskippern entfernt werden. Auch die Placements – falls die Videopartnerseiten im Displaynetzwerk mitberücksichtig werden, auf denen die Videoanzeige des Werbetreibenden ausgespielt wird – sollten hin und wieder gesichtet und unpassende Placements ausgeschlossen werden.

 

3. Optimieren auf Kosten

Das Tagesbudget sollte den Wert widerspiegeln, den das werbende Unternehmen bereit ist auszugeben, um seine Marketingziele zu erreichen. Mit konkurrenzfähigen Geboten ist man mit TrueView InStream-Anzeigen auf jeden Fall in der Lage, das geplante Budget auszugeben. Hierbei ist es wichtig, Maßnahmen zu treffen, die eine Ausspielung der Anzeigen garantieren, z. B. eine Gebotsanpassungen und Targeting.

Gebotsanpassungen

Wichtig ist vor allem, dass der CPV wettbewerbsfähig bleibt. Hierauf sollte der Werbetreibende explizit achten. Gebotsanpassungen sind die effektivste Maßnahme, um das geplante Budget auszugeben. Es können mehr Impressionen erzielt und somit mehr Reichweite generiert werden. Eine Gebotserhöhung von 0,01 € kann bereits eine Vielzahl an Impressionen ausmachen!

Targeting erweitern

Ein eingeschränktes Targeting ist meist der Hauptgrund dafür, dass das Budget der YouTube-Kampagne nicht ausgegeben wird. Die Verwendung mehrerer Ausrichtungsoptionen wird daher empfohlen. Nun möchte man als Werbetreibender oder Unternehmen das Budget nicht nur einfach so ausgeben, sondern so zielgerichtet wie möglich einsetzen. Hierbei sollte einem im voraus bewusst sein, dass YouTube ein äußerst geeigneter Kanal ist, um enorme Reichweiten zu generieren und neue Kunden zu gewinnen. Mit einem größeren Userinventar bei der Anzeigenauspielung bleibt der CPV und die VTR in den allermeisten Fällen unberührt und entwickelt sich oft positiv.

 

4. Zusammenfassung: YouTube InStream Basic-Optimierungen

Mit diesen 4 Tipps sollten deine YouTube- Kampagnen für den ersten Trafficansturm bestens gewappnet sein. Weitere Optimierungsschritte danach sind natürlich nie verkehrt.

  • Relevante Metriken/KPIs definieren
  • Creatives optimieren
  • Breites Targeting einbinden
  • Gebote so festlegen, dass diese den wirklichen Wert eines Views widerspiegeln und konkurrenzfähig bleiben

 

 

 

 

 

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