Warum wir Cookies im Affiliate Marketing super finden?! | Teil 2/2

… aus unserer Blogserie: Affiliate Marketing Basics

Willkommen zurück! Nachdem du im ersten Part schon einen guten Überblick über den theoretischen Teil des Cookies bekommen hast, geht es heute mit der Praxis weiter. Cookies sind nicht nur lecker, sondern können uns in ihrer technischen Form im Affiliate Marketing einen großen Gefallen tun. Du fragst dich wie? Dann lies jetzt einfach weiter …

Cookie Tracking im Affiliate Marketing

1. Vorbereitung:

Cookie Tracking ist aktuell das Standardtracking im Affiliate Marketing. Nicht zuletzt, da dies die sicherste Methode ist, dass Sales auch tatsächlich einem Publisher zugeordnet werden können.

Um das Cookie Tracking über ein Netzwerk abbilden zu können, müssen zunächst bestimmte technische Voraussetzungen auf Seiten des Merchants (Verkäufer) vollzogen werden. Dazu gehört die Implementierung eines Conversionpixels auf der Check-Out Seite. Dadurch können je nach Bedarf Informationen zum Bestellabschluss ausgelesen werden.

2.Ablauf:

Wie bereits bei der Erläuterung zu Cookies aufgeführt, klickt der Endkunde auf ein Werbemittel und wird dadurch für einen kurzen Moment auf die Website des Netzwerks geleitet. Den Besuch dieser Domain nimmt der Endkunde nicht zwingend war, wenn er nicht auf sein URL-Feld im Browser achtet. Und dennoch wurde in diesem Moment durch einen „http request“ an den betroffenen Server, der Auftrag „set_cookie“ erteilt.

Du kannst das ganz einfach selbst ausprobieren. Besuche einfach die Website eines Publishers und öffne im Firefox-Browser die Erweiterung „Live http Header“. Beim Klick auf ein beliebiges Werbemittel, das auf der Website des Publishers platziert ist, wirst Du umgehend auf die Seite des Merchants weitergeleitet. Bei einer genaueren Analyse, die Du dank des Live-http-Headers durchführen kannst, wirst Du feststellen, dass ein Aufruf einer Netzwerk Website stattgefunden hat und hier das benötigte Cookie gesetzt wurde.

Dabei soll an dieser Stelle erwähnt sein, dass das Cookie jederzeit manuell vom User innerhalb der Browser Einstellungen gelöscht werden kann. Ebenso wichtig ist eine Unterscheidung zwischen der physischen Lebensdauer und der Tracking Laufzeit. Während die physische Lebensdauer in das Cookie mit dem Wert „cookie_expire“ definiert wird, kann der Merchant manuell in den Einstellungen seines Partnerprogramms beim jeweiligen Netzwerk die Tracking Laufzeit (Cookie Laufzeit im Netzwerk) einstellen. Der Unterschied liegt darin, dass ein Cookie durchaus länger bestehen kann, als die darin enthalten Information valide ist.

Vorausgesetzt das Cookie wird nicht gelöscht oder überschrieben bedeutet das, dass ein Kauf nicht in einer Sitzung notwendig ist, sondern innerhalb der definierten Lebensdauer getätigt werden kann und immer noch dem jeweiligen Publisher zugeordnet wird.

Wird durch den Klick auf das Werbemittel beim Publisher ein Kauf im Onlineshop des Merchants getätigt, kommt das Conversionpixel, das auf der Check Out Seite beim Merchant integriert wurde, wieder zum Einsatz.

Es sammelt bspw. Daten wie die Höhe der Bestellung und in Kombination mit dem im Browser des Clients hinterlegen Cookie, das Informationen über den Publisher enthält, kann der Sale im Netzwerk einem bestimmten Publisher zugeordnet und zur Validierung bereitgestellt werden.

Fazit:

Im Grunde ist das Cookie Tracking eine sehr simple Angelegenheit. Das Cookie stellt Informationen über den betroffenen Publisher bereit, während das auf den Check-Out Seiten des Merchants eingebundene Conversionpixel die Daten zur getätigten Bestellung durch den User sammelt. Durch die Zusammenführung beider Datensätze kann eine Zuordnung des Sales erfolgen.

Stelle Dir den Onlineshop als großen Aktenschrank vor, in dem zahlreiche Vorgänge, sortiert nach der Kundennummer des Auftragsgebers, abgelegt sind. Bei der Fülle an Aufträgen, die in dem Aktenschrank abgelegt ist, wäre es unmöglich den Auftrag eines einzelnen Kunden zu finden und einer Person ohne weitere Informationen zuzuordnen. Aus diesem Grund erhält jeder Kunde eine Kundennummer, die in unserem Beispiel stellvertretend für das Cookie steht. Schließt der Kunde den Auftrag ab, wird anhand der Kundennummer der Auftrag im Aktenschrank gezogen und dieser kann abgeschlossen werden. Um im Zusammenhang mit Cookies den User und dessen Privatsphäre zu schützen, wurde die sogenannte „EU-Cookie-Richtlinie“ im Jahr 2009 erlassen. In dieser wurde bei First-Party Cookies festgehalten, dass eine Einwilligung zur Verwendung von Cookies unabdingbar und die Erwähnung von Cookies innerhalb der Datenschutzerklärung notwendig ist bzw. die gesammelten Daten über Third-Party Cookies stets anonymisiert werden müssen. Bereits seit Anfang 2017 läuft ein Gesetzgebungsprozess zum Schutz der elektronischen Kommunikation und die im Rahmen der sogenannten ePrivacy Verordnung festgehalten werden. Nach aktuellem Stand wird im Rahmen dieser Verordnung gefordert, dass für die Verwendung von Third-Party Cookies die Einstimmung des Users notwendig ist. In Bezug auf die enorme Bedeutung von Third-Party Cookies im Rahmen des Affiliate Marketings würde dies negative Auswirkungen für die gesamte Branche nach sich ziehen.

Der Artikel hat Dir gefallen und Du möchtest mehr über Basics im Affiliate Marketing erfahren? Dann schaue gerne regelmäßig auf unserem Blog vorbei oder folge uns auf Facebook oder Twitter. Dort halten wir dich zu diesem und anderen interessanten Themen immer auf dem Laufenden.

Teile
Kommentare (0)
Hinterlasse einen Kommentar

Bitte fülle die mit * gekennzeichneten Felder aus.