Mit insgesamt mehr als 550 Kongressteilnehmern am 27. Und 28. März konnte
die größte deutsche Affiliate Marketing Konferenz auch in diesem Jahr eine Steigerung der Kongressteilnehmer im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Es wurde ein spannender Mix aus interessanten Vorträgen, lehrreichen Workshops, aussagekräftigen Speakers Corner Präsentationen und persönlichen Gesprächen
geboten – hierzu waren dieses Mal 50 erstklassige Referenten geladen.

Gamechanger am Morgen

Der 1. Konferenztag im ICM wurde von Matthias Riedle (Geschäftsführer explido) und Markus Kellermann (Head of Affiliate Marketing) mit einer kurzen Einführung in die bereits sechste Affiliate TaxtixX eröffnet.

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SES New York 2012

Bei für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad fand vom 19.-23.03.2012 in New York die SES Conference & Expo statt. 5 Tage lang trafen sich Einsteiger, Experten und Interessierte, um sich im Hilton über Grundlagen, Best Practices und Trends im Search Engine Marketings auszutauschen. Die SES Expo bot darüber hinaus die Möglichkeit, mit zahlreichen Dienstleistern und Toolanbietern in Kontakt zu treten.

Hilton New York

Der Veranstaltungsort bot den Teilnehmern einen würdigen Rahmen. Das Hilton New York, im Zentrum Manhattens gelegen, bot den Teilnehmern ebenso viel Raum für Networking und Erfahrungsaustausch, wie die Agenda selbst. Mit vielen parallelen Tracks zu Themen wie SEO, Paid Search, „So/Lo/Mo“, “Search in Regulated Industries” oder “Filthy Linking Rich” deckten die Referenten die ganze Bandbreite des Search Marketings ab. Üppig bemessene Pausen konnten für Gespräche und Reflektion genutzt werden.

 

Session 1
„So/Lo/Mo“ war übrigens die Abkürzung für Social/Local/Mobile, wohl der interessanteste Track der Konferenz. Die Psychologie im digitalen Ladengschäft, die Automatisierung und Multiplikation digitaler Profile und die Auswirkungen moderner, mobiler Devices auf das Suchverhalten waren spannende Themen.

 

 

 

 

Die Messe war dominiert von zahlreichen teilweise nicht-amerikanischen Toolanbietern, unter denen z.B. auch SearchMetrics aus Berlin zu finden war.
Amerikanische SEO Agenturen scheinen sich stark auf das Thema Linkbuilding zu fokussieren und vielen Vorträgen konnte man entnehmen, dass Onsite Optimierung dort zunehmend inhouse übernommen wird. So waren die Themen „inhouse SEO Recruiting“ und die Zusammenarbeit von inhouse-SEO Teams mit Agenturen wichtige Themen in einer der letzten Sessions.

Session 2

Und auch in Amerika wurde mein persönliches Lieblingsthema „SEO is Dead – Long live SEO“ thematisiert. Deutschland wurde in dieser Frage bzw. Session von Markus Tandler alias Mediadonis würdig vertreten.

 

 

 

 

Fazit: Für Einsteiger bietet die SES New York einen wertvollen Ein- bzw. Überblick über alle Search-relevanten Disziplinen des Online Marketings und regt diese Zielgruppe mit stark interdisziplinärem Fokus erfreulich stark zum Blick über den Tellerrand an.
Profis nutzen die SES New York am besten als Networking Plattform.
Und wie schon im letzten Jahr, war auch diesmal eine der wichtigsten Erkenntnisse aus europäischer Sicht, dass sich im Moment keine entscheidenden, neuen Trends oder Ideen im Bezug auf die klassischen Performance Marketing Disziplinen aus den USA abzeichnen und wir im Gegenteil in mancherlei Hinsicht sogar die Nase vorn haben.
Wir gratulieren den Veranstaltern zu einem gelungenen Gesamtpaket aus wertvollen Inhalten, tollen Referenten und würdigem Rahmen.

Vom 09. bis 11.03.2012 fand in Berlin die heiß ersehnte Campixx 2012 statt. Viel gelobt als bester SEO-Kongress, fuhren fünf explido-Kollegen mit großen Erwartungen an den Müggelsee – und  wurden nicht enttäuscht! Unabhängig, ob erster oder dritter Besuch auf der Campixx, das Event hat durch das Konzept und sehr gute Organisation überzeugt.

Am Freitag startete die gern als „Un-Konferenz“ bezeichnete Campixx mit einem Tool-Day. Zahlreiche Anbieter von großen und kleinen Tools stellten ihre Produkte vor. Auch wenn die Vorstellungen an diesem Tag eine recht hohe werbliche Motivation hatten, waren dennoch für jeden SEO interessante Vorträge dabei. Wer neu im Geschäft oder noch nicht so sicher im Umgang mit einigen Tools ist, hat sicher aus den Vorträgen der großen Anbieter wie Searchmetrics oder der Sistrix Toolbox viel herausziehen können. Bei täglichem Umgang mit den bekannten Tools waren die kleineren Anbieter sowie OpenSource Software besonders interessant.

Die Besucher der Campixx 2012 - dieses Jahr gab es gelbe T-Shirts

Die Besucher der Campixx 2012 - dieses Jahr gab es gelbe T-Shirts

 

 

Am Samstag eröffnete SEOnaut und Organisator Marco Janck mit einer unterhaltsamen Keynote den Tag. Schon gleich standen zahlreiche Teilnehmer vor einem großen Entscheidungsproblem. Parallel fanden stets ca. 10-12 Workshops statt und davon versprachen die meisten ein extrem interessantes Thema zu behandeln.

Abgedeckt wurden unter anderem folgende Themenbereiche:

-          Tools, Analyse und KPIs

-          Linkbuilding

-          Projektmanagement, Freelancer- und Agentur-Themen

-          Blackhat

-          Technik, Strategie, Taktik

-          Inhouse und Content

-          Universal Search und Social Media

-          Mobile und Monetarisierung

-          und noch viele mehr…..

Da die Hauptinteressensgebiete der mitreisenden explido-Kollegen sehr heterogen waren, konnte insgesamt ein breites Spektrum abgedeckt und viel gelernt werden. Neben den Damen und Herren aus der SEO-Abteilung war auch Markus Kellermann, Head of Affiliate Marketing bei explido, mit von der Partie. Er nahm am Samstag am Radio4SEO-Allstars-Panel als Moderator von Affiliate MusixX http://www.affiliate-musixx.de teil.

 

Das Radio4SEO AllStar Panel. Markus Kellermann (ganz rechts) nahm für explido teil

Das Radio4SEO AllStar Panel. Markus Kellermann (ganz rechts) nahm für explido teil

 

So wurden unter anderem folgende Workshops besucht:

SEO für internationale Websites und Online-Shops
Peer Hoffmann von der Denios AG berichtete über seine Erfahrungen zur Betreuung und dem Monitoring von 13 Webseiten in unterschiedlichen Ländern. Interessant waren zusätzlich die Erfahrungsberichte aus dem Publikum ob die href lang Tags auch wirklich funktionieren. Viele SEOs berichteten von erfolgreicher Behebung der DACH-Problematik mit Hilfe dieser Tags. Jedoch wurde auch die Linkstruktur als maßgebender Faktor genannt, ob die österreichische Version einer Website auch in Österreich besonders gut rankt und nicht die deutsche Version der Domain.

Weiter ging es mit „Linkaufbau Trampelpfaden“, wo Björn Tantau gut strukturiert einige Methoden zum Backlinkaufbau „abseits des Mainstreams“ vorstellte. Neben Klout, Tynt und Pinterest wurde auch Broken Linkbuilding und Linksammlung per Infografiken besprochen. Abgeschlossen wurde der Vortrag mit einer kleinen Diskussion über den Stellenwert von google + bzw. der voraussichtlich wachsenden Bedeutung von Autoren-Profilen. „PageRank, Trust Rank….jetzt kommt der Author-Rank!“ war die abschließende Message.

Nach einem vielseitigen Mittagessen ging es weiter zu dem Vortrag von Jens Tonnier, Head of SEO bei ad agents, bei  mit dem kreativen Titel „Tina, wat kosten die Kondome?“, in dem er kurz und bündig das google-Shopping Thema vorstellte. Grundsätzlich war Universal Search ein absolutes Top-Thema auf der Campixx dieses Jahr.

Auch Trend-Thema Social Signals wurde aufgegriffen. Zum Beispiel von Maximilian Muhr, Head of SEO bei bild.de. @MaxBerlin berichtete in einem etwas chaotischen, aber absolut unterhaltsamen und interessanten Vortrag über die Gewinnung von Social Signals. Wichtige Punkte waren das Fördern der Social Signals auf der eigenen Seite sowie das Verwalten und Aufbauen von sozialen Profilen.

Abschließend erzählte Norman Nielsen, wie er mit einer einzigen Grafik und einer geschickt angelegten Seeding-Kampagne über 4.000 Social Signals einsammelte.

Das Abendprogramm bot neben Tombola und „Wer wird SEOnär“  auch noch eine Band aus Berlin, die kreativ und abwechslungsreich die Teilnehmer mehr oder weniger zum Tanzen brachte. Auf jeden Fall ist es für einige Teilnehmer doch recht spät geworden, was zumindest die allgemeine Verfassung am nächsten Tag und die Schlangen an den Massagestühlen vermuten ließen.

Gleich einer der ersten Vorträge am Sonntag hielten die explido-Consultants Siwen Zhang und Johannes Reimann. Unter dem Titel „ SEO-Potentialprognosen – Vom Glaskugelblick zur Wissenschaft“ stellten die beiden ihr Konzept für die Ermittlung von SEO-Potentialen dem fachkundigen Publikum vor. Ein ausführlicher Beitrag zum Workshop wird in den nächsten Tagen noch auf dem explido-Blog erscheinen.

 

Die explido SEO-Consultants Johannes Reimann und Siwen Zhang bei ihrem Vortrag zu Potentialprognosen

Die explido SEO-Consultants Johannes Reimann und Siwen Zhang bei ihrem Vortrag zu Potentialprognosen

 

Nach der Vorstellung des SEO-Monitors durch Thomas Gruhle von Barketing (der hier zum Download bereit steht) folgte ein Vortrag zum Thema Excel für SEOs. Nach einem guten Einstieg und einigen interessanten Grafiken gab der seodiot Markus Uhl noch ein paar grundlegendere Excel-Kenntnisse weiter, die unter anderem den Umgang mit einer großen Anzahl von URLs vereinfachen.

Zum Ende Campixx stellte Frank Doerr von Wolke23 einen sehr interessanten Test zum Linkaufbau mit Presseverteilern vor, den er in den kommenden Wochen auf seinem eigenen Blog noch detaillierter darstellen wird.

Insgesamt konnte aus den zwei Tagen Campixx viel neues mitgenommen und diskutiert werden. Die Offenheit, mit der viele Teilnehmer und Referenten ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilten, hat überrascht und begeistert. Insgesamt war das Event super organisiert und alles verlief reibungslos. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Marco Janck.

Bleibt einzig das Gefühl, dass trotz insgesamt zehn gehörter Beiträge je Teilnehmer trotzdem noch viel zu viel interessantes zu kurz gekommen ist. Die Entscheidungsfrage war zu manchen Vortragszeiten doch wirklich sehr schwer zu beantworten und man wusste nie, ob nun wirklich der für sich selbst passendste, lehrreichste Vortrag gewählt wurde. Ein wenig Glücksspiel ist also immer dabei. Aber diese Tatsache verdeutlicht auch erneut die Komplexität des Themas SEO, steigert den Wissensdurst und macht definitiv Lust aufs nächste Jahr.

 

Weitere Recaps gibt es bei

mindshape (Übersicht)

AKM3

tagSeoBlog

seokratie

Linkbuilding Blog (mit Links zu den Folien einzelner Vorträge)

seobrause

Felix Beilharz (Video mit Linkbuilding Tipps)

seo trainee

 

 

WeGreen ist eine neue Suchmaschine, die Nachhaltigkeit zu ihrem wichtigsten Ranking Kriterium erhebt.  WeGreen öffnet die Tür zur grünen Welt im Internet. Das Herzstück bildet die Nachhaltigkeitsampel, die schnell und einfach visualisiert, wie ökologisch, sozial und transparent Unternehmen, Marken und Produkte sind.

Mit den Farben Grün (gut), Gelb (mittelmäßig) und rot (schlecht oder intransparent) wird die Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen bewertet. WeGreen nimmt keine eigenen Bewertungen vor, sondern aggregiert Informationen algorithmisch zur konsumentenverständlichen Nachhaltigkeitsampel: Basis für die Unternehmensampel sind unabhängige Bewertungen von Partnern. Darüber hinaus errechnet WeGreen maschinell eine Nachhaltigkeits-Bewertung des Produktsortiments, die in die Gesamtbewertung des Unternehmens einfließt. Produktampeln basieren auf der Auswertung von Produktbeschreibungen und weiteren Angaben der Hersteller und Händler, die mit einer von WeGreen aufgebauten Siegel-Datenbank (mehr als 200 Siegel wie z.B. das Bio-, FCS-oder Demeter-Siegel, GOTS Zertifikat oder Fair Trade) abgeglichen werden.

Eine interessante neue Idee, die einen der wichtigsten Trends unserer Zeit in das Ranking einfließen lässt und dadurch für nachhaltige Unternehmen und Produkte mehr Aufmerksamkeit generiert.

Der “Online Marketing 2012” Kongress fand am 12. und 13. März im Hotel Kameha Grand in Bonn statt.  Er stand unter dem Motto: “Social, Local, Mobile – Was ist der nächste Hype?”

Der erste Kongresstag war stark geprägt von dem Thema Social Media Marketing, wobei der Fokus fast ausschließlich auf Facebook lag. Natürlich spricht man nicht erst seit gestern über SMM und Facebook, der Inhalt der Vorträge ist jedoch in Runde 2 gegangen. So wurde sehr deutlich, dass es nicht erfolgsversprechend ist, einfach mal bei Facebook zu starten und sich erst zu überlegen, was man dort machen will, wenn man bereits da ist. Es bedarf einer guten Idee und einem ausgeklügelten Kommunikationskonzept, wenn man auf Facebook erfolgreich sein möchte.
Tiefe Einblicke in die Komplexität der Strategieentwicklung und Umsetzung von Facebook-Präsenzen bei Konzernen, wie der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom gaben Daniel Backhaus (Social Media Berater der Deutschen Bahn) und Luisa Vollmar (Corporate Communications, Deutsche Telekom AG). Kreative Ideen für die Bildung einer aktiven Fan-Community auf Facebook für FMCG-Hersteller stellte Maik Königs (elbkind GmbH) unter anderem am Beispiel der „Rügenwalder Mühle“ vor.

Aber in welchen Fall kann man von einer erfolgreichen Facebook-Fanpage sprechen? Die Anzahl an Fans alleine kann zumindest kein KPI sein, denn diese kann man inzwischen als Paket bei ebay ersteigern. Besser: Entsprechen meine Fans auch meiner Zielgruppe und wie viele von ihnen „sprechen darüber“, interagieren also mit dem Unternehmen.
Und wie sieht es mit dem Social Commerce aus? Können e-Commerce-Unternehmen relevante Umsätze über Facebook generieren? Laut Dr. Andreas Bersch (Berliner Brandung) nicht, zumindest nicht direkt messbar, denn „Social Commerce ist Marketing – nicht Vertrieb“. Die Kundenbindung sollte im Vordergrund stehen.

Interessant ist auch, dass Google+ bis auf den Vortrag von Jens Monsees (Google) keine Erwähnung fand, obwohl hier Unternehmen doch auch interessante Features zur Kommunikation mit ihren Fans geboten werden. Da wird Google noch beweisen müssen, dass nicht nur ein neues soziales Netzwerk mit schönen Features geschaffen wurde, sondern auch die für Marketing-Maßnahmen notwendige Reichweite (Mitglieder) erzielt werden kann.

Einen weiteren sehr interessanten Themenblock gab es rund um die digitale Markenführung. Zahlreiche Tipps zur crossmedialen Markenführung und Kommunikation mit der „Generation Y“ gab es von Yousef Hammoudah (Interactive North, MTV Networks Germany GmbH). Und wenn wir schon von crossmedial sprechen, wie steht es denn eigentlich um den guten alten TV Spot? Hat dieser bald ganz ausgedient? Laut Shiv Singh (PepsiCo Beverages) sollte sich dieser ändern, nämlich „ein Trailer für weitere digitale Erlebnisse werden“. Apps und Specials in sozialen Netzwerken können also als Verlängerung des TV-Spots dienen und so die Brücke vom Monolog zum Dialog mit dem Nutzer schlagen.

Wie man zielgruppenspezifische und sehr kosteneffiziente Spots produziert, die sowohl im Internet als auch im TV eingesetzt werden können, stellte Ewald Pusch (Neverest GmbH & Co. KG) am Beispiel des Flugpreisvergleichers Swoodoo vor. Die Kampagne mit den Handpuppen Swoo & Doo war gar so erfolgreich, dass aufgrund der großen Nachfrage die beiden Puppen bald in Plüsch erworben werden können.

Der zweite Kongresstag startete mit einem Vortrag von Thomas Engel (COUPIES GmbH) zum Thema Mobile Couponing, einer sehr spannenden Möglichkeit, das mobile Online-Marketing mit dem Offline-Handel zu verknüpfen.

In Abhängigkeit des Standorts des Users werden passende Gutscheine auf dem Smartphone angezeigt, welche dann direkt im stationären Handel nebenan eingelöst werden können. Die Maßnahme dient nicht nur der Bindung von Bestandskunden. Beispielsweise konnte das Unternehmen Foot Locker bei rund 1.000 Gutscheineinlösungen eine Neukundenquote in Höhe von 71% verzeichnen.

Die Vorträge teilten sich am Vormittag des zweiten Tages in parallele Sessions. In der Session Usability zeigten Gabriel Beck (explido) und Thorsten Hubert (Web Arts AG) die riesigen Potentiale der Conversion Optimierung auf.

Gabriel Beck fand in einer internen Studie von explido über ca. 130 Kunden heraus, dass im Durchschnitt 17,5 spezielle Landingpages zum Einsatz kommen, 82% des Umsatzes jedoch von der Top 3 der Landingpages generiert werden. Leider bleibt dieses Potential noch viel zu häufig ungenutzt, da im Allgemeinen noch bei vielen Unternehmen das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Landingpages und Testing fehlt. Laut Thorsten Hubert liegt das Verhältnis des Budgets für Traffic-Einkauf im Vergleich zu den Ausgaben für die Conversion Optimierung (Veredelung des Traffics) bei 92:1!

Es folgten weitere Vorträge zu Retargeting-Möglichkeiten im Display-Marketing, der Verknüpfung von Display- und Search-Kampagnen, Online Marketing im B2B-Umfeld sowie Datenschutz im Online Marketing.

Insgesamt war der Online Marketing 2012 Kongress eine gut organisierte Veranstaltung mit spannenden Vorträgen.

In unserer aktuellen P-MAXX Studie untersuchen wir die Performance Marketing Maßnahmen der Möbelbranche. Dabei wurden gezielt die klassischen Möbelhäuser, allen voran IKEA, gefolgt von Möbel Höffner und XXXL untersucht. Vergleichend wurden zusätzlich der Otto Versand (auf Platz neun im Ranking der umsatzstärksten Möbelanbieter) und der reine Online Möbelanbieter myfab mit einbezogen.


p-maxx-logo

Große Potenziale für die Möbelbranche

Der AGOF-Branchenbericht „Möbel & Wohnen“ zeigt es: Bereits jeder zweite Internetnutzer interessiert sich für Möbel. Wiederum die Hälfte hiervon informiert sich zudem bereits online über den Möbelkauf. Insgesamt haben 25,21 Millionen Internetnutzer (WNK)  das Internet schon einmal für die Online-Recherche rund um das Thema Möbel genutzt.

Insgesamt scheint der Großteil der Möbelbranche diese attraktiven Kundenpotenziale jedoch noch nicht in ausreichendem Umfang erkannt zu haben. Die Branche wird eindeutig von Otto (mit 26,8 Punkten im Gesamtranking) und IKEA dominiert. Auf den Plätzen drei und vier konnten sich Möbel Höffner und Roller platzieren.


Gesamtranking P-MAXX Möbel

Wenig Maßnahmen im Affiliate Marketing & SEO

Vor allem im Affiliate Marketing und SEO zeigen sich noch große Verbesserungsmöglichkeiten für die Branche. So bieten derzeit lediglich drei Unternehmen ein Partnerprogramm in den großen Affiliate – Netzwerken an. Ein Ausbau wäre aber – gerade im Hinblick auf mögliche Lead Generierungen – für alle Unternehmen äußerst sinnvoll.

Stark ausbaufähig ist auch die Suchmaschinenoptimierung. Denn hier sind, neben den klassischen Möbelhäusern, bereits zahlreiche andere Anbieter sehr aktiv, wodurch sich ein sehr starkes Wettbewerbsumfeld ergibt. Im Hinblick auf eine langfristig gute Platzierung im organischen Google Index sollten die Unternehmen folglich noch deutlich stärker in die Suchmaschinenoptimierung investieren.

Social Media am stärksten genutzt

Aktuell nutzt die Möbelbranche den Online Marketing Kanal Social Media am meisten. Immerhin die Hälfte der analysierten Unternehmen verfügt zumindest über einen Account bei Facebook und/oder Twitter. Vergleicht man die Aktivitäten der Unternehmen jedoch mit denen anderer Branchen, sind die Ergebnisse vor allem hinsichtlich der Fan/Followerzahlen noch ausbaufähig.

Die gesamte Studie inkl. aller Detailergebnisse steht hier für Sie zum Download bereit >>

Drehen Sie an den richtigen Schrauben!
explido zeigt neue Test-Möglichkeiten auf.

 

explido WebMarketing ist ein Durchbruch bei der Werbemittel-Erstellung gelungen.
Nach den 100% dynamischen MultiplexX-Bannern können nun, mittels eines speziellen Verfahrens A/B- und Multivariate-Tests bei Werbemitteln durchgeführt werden.

Steigern Sie die Performance Ihrer Werbemittel innerhalb kürzester Zeit und entwickeln Sie eine optimale Zielgruppenansprache Ihrer Werbekampagne.
Techniken aus dem Bereich der Landingpage-Optimierung können nun auch auf digitale Werbemittel jeglicher Art übertragen werden und eröffnen somit völlig neue und nie dagewesene Test- und Optimierungsmöglichkeiten.

Verlaufsgrafik Optimierungsprozess

CR = Conversion Rate

Durch Optimierung Ihrer Werbemittel und maßgeschneiderte Zielgruppenansprachen leiten Sie gezielt mehr Traffic auf Ihre Landingpage.
Profitieren Sie von deutlich höheren Click-Through-Rates (CTR) und die dadurch resultierenden Anfragen (Leads) und Verkäufe (Sales).

Das heißt im Klartext:

Durch professionelle Testkonzepte und explido Tools wie den SplitTraxx, Adtraxx und ActionAllocator kann schnell die von Ihrer Zielgruppe bevorzugte Layout-Variante ermittelt werden.

Folgende Parameter können gemessen und ausgewertet werden:
  • Impressions – Welche grafische Variante des Werbemittels wurde wie häufig angezeigt
  • Clicks – Welche Variante wurde wie häufig angeklickt
  • Conversions (Sales/Leads) – Wie viele User haben einen Kauf getätigt, nachdem sie auf das Werbemittel geklickt haben
  • Warenkorbwerte – Wie viele User haben einen Kauf getätigt, nachdem sie auf das Werbemittel geklickt haben

Unser neues Clip Lounge Video erklärt das Werbemittel Testing nochmals anschaulich.

Beispiel eines A/B-Tests
multisplit-a-b-test

 

Beispiel für einen Multivariaten Test
multisplit-multivariat

 

Testbare Faktoren:
  • Wording
  • CallToAction (Button)
  • Zielgruppenansprache
  • Farbgebung
  • Layout-Variationen (Multivariates Testing)
  • Bildauswahl

 

 

zum Kontaktformular

Morgens um 8.30 Uhr vor der Hamburger „Großen Freiheit 36“ auf einem roten Teppich zu stehen war zugegeben ungewohnt, aber passte durchaus zu dem Konzept der Organisatoren um die Hamburg Media School. Neben der für Konzerte bekannten Location sorgte unter anderem ein Gitarrist für das passende Rockstar-Ambiente: Mit musikalischen Einlagen erinnerte er die Online Marketing Speaker an den zeitlichen Rahmen, sobald sie diesen mit ihrem Vortrag überschritten. Insgesamt war die „Online Marketing Rockstars 2012“ nicht nur musikalisch, sondern vor allem fachlich eine gelungene Veranstaltung. Rund 20 Rockstars der Online Marketing Szene boten den 600 Teilnehmern in Einzelvorträgen, Panels und Expertengesprächen einen weitreichenden Überblick über die Trends sämtlicher Online Marketing Kanäle. Absoluter Höhepunkt der Veranstaltung und Stimmungsmacher war der Hamburger Rapper „Das Bo“, der als Überraschungsgast mit Standing Ovations und Zugabe-Rufen belohnt wurde.

Die Teilnehmerzahl von mehr als 600 ließ bereits vermuten, dass es viele spannende Vorträge von bekannten Größen aus der Online-Marketing-Branche zu erwarten gab. Nach kurzen Einleitungsworten der Hamburg Media School startete die Veranstaltung mit Solovorträgen zu den Themen Trends und Exzellenz im Online Marketing und Google-Anzeigen, gefolgt von Panels, in denen über Traffic und Offline vs. Online Marketing diskutiert wurde. Schnell wurde klar, dass die Trends in 2012 eindeutig Richtung Mobile Marketing, Real Time Bidding und Brandbuilding gehen werden. Der Moderator Philipp Westermeyer führte mit seinen Beiträgen gekonnt durch die Veranstaltung und regte mit seinen Fragen an die Speaker interessante Diskussionen an.

Online Marketing Rockstars 2012

Über Links, Likes und Psychologie

Den wohl spannendsten Block bildeten drei Vorträge zu den Themen Psychologie im Facebook-Marketing, Backlinks und die Trends der SEO-Branche. Klare Aussage war hier, dass Social Signals zwar für das Ranking von Bedeutung sind, nachhaltiges Linkbuilding jedoch noch immer die Königsdisziplin im SEO ist. Einziges Manko an dieser Stelle war, dass die wohl bekanntesten Rockstars der SEO-Szene, Marcus Tandler und Niels Dörje, vor die Mittagspause gelegt wurden. Somit wurde ihr Vortrag aus zeitlichen Gründen ausgebremst, Zeit für Fragen gab es keine. Die Rockstars der Mittagspause waren eindeutig die Jungs von Lieferheld.de. Durch eine Guerilla-Marketing-Aktion versorgten sie die 600 hungrigen Gäste mit diversen Pizzen.

Noch mehr Facebook, Display und Erotik am Nachmittag

Auch der Nachmittag war gespickt mit erfrischenden Vorträgen aus verschiedenen Themengebieten. So stand endlich einmal der Kunde im Zentrum eines Vortrags über Traffic, Tracking und Conversion; auch Facebook wurde in einem weiteren Vortrag aus Sicht des Users beleuchtet; Display Advertising und Real Time Bidding rundeten das Programm ab. Um der Nachmittagsmüdigkeit zu entgehen, gelang es Philipp Westermeyer den einen oder anderen Joker aus dem Ärmel zu ziehen. Einer von ihnen war Daniel Schiemann, der mit amüsanten Tipps und Tricks zum Erotikmarketing à la Youporn den Teilnehmern im Gedächtnis geblieben sein durfte.

Das Bo

Buzz, Buzz, wir brauchen Buzz

Nicht nur für ordentlich Bass, sondern auch für Buzz sorgte Special Guest „Das Bo“. Spätestens bei der Performance des Klassikers „Türlich, Türlich“ machte die Location ihrem Ruf alle Ehre. Das bislang eher zurückhaltende Publikum riss es von den Stühlen, die Zuschauer feierten und sangen lauthals mit. Die mehrfach geforderte Zugabe bestätigte nicht nur den Rapper, sondern auch das Konzept dieser ungewöhnlichen Konferenz um Philipp Westermeyer, der sich übrigens mit diesem Auftritt einen „Kindheitstraum erfüllte“. Mit der After Show Party im Mandalay endete die „Online Marketing Rockstars 2012“, die bis auf kleine organisatorische Mängel eine lohnenswerte Fachveranstaltung war.

Weitere Recaps zur Veranstaltung finden Sie hier:

affiliatepraxis.de

Fairrank.de

onlinemarketing.de

Der Seonaut

crealytics.de

elcario.de

Wissen Sie, wie viele Leute eine Woche lang auf Schokolade verzichten würden, um ihr Smartphone behalten zu dürfen? Warum die Mobile-Suche schon bald die Desktop-Suche übersteigen wird? Und warum Kleinkinder schon früher ein Smartphone bedienen können als ihre Schuhe binden?

Finden Sie die Antworten in unserem Recap zum Google Mobile Training in München vom 15. Februar. Das Training beinhaltete detaillierte Vorschläge für Performance-Agenturen, von denen wir hier einige vorstellen möchten.

Mobile Training mit Google

Mobile Training mit Google

 

 

Mobile im Wachstum

Das Wachstum der mobilen Suchanfragen ist nicht aufzuhalten. Smartphones und Tablets begleiten uns den ganzen Tag: Man lässt sich vom Smartphone wecken, man informiert sich auf dem Weg zur Arbeit, im Büro hat man Internet-Zugang und am Abend nutzt man die mobilen Endgeräte parallel zu anderen Medien wie TV oder Zeitschriften. So kommt es, dass 63% der Nutzer lieber auf Schokolade verzichten würden als auf ihr Smartphone. Als Online-Vermarkter erreicht man Kunden mit Mobile-Anzeigen zu jeder Tageszeit – unabhängig davon, wo sich diese gerade befinden. Mit Mobile-Anzeigen wird eine Zielgruppe mit hoher Kaufkraft angesprochen: Besitzer eines Tablets und/oder Smartphones sind meist berufstätig, Mitte dreißig und verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen.

Eine völlig andere Entwicklung ist, dass das Verständnis und die Akzeptanz mobiler Endgeräte stetig zunimmt: Bereits Kleinkinder entwickeln eine natürliche Selbstverständlichkeit zu mobilen Geräten als hätten sie früher nie etwas anderes gemacht. Denn das Touchscreen zu berühren und zu wischen ist im Wesentlichen viel einfacher als das Tippen, das unsere Koordinationsfähigkeit verlangt.

Laut Google schließen zwar erst 19% der Nutzer eine Bestellung auf ihrem mobilen Gerät ab, dennoch ist eine dauerhafte Präsenz unverzichtbar. Die meisten Käufe nach einer Mobile-Suche (38%) enden immer noch auf einem Desktop-Computer. Genau dieser Medienbruch stellt zielstrebige Performance-Agenturen vor eine große Herausforderung. Denn die Unverzichtbarkeit der Mobile-Anzeigen ist durch die Zuweisung einer neuen IP-Adresse mit Zahlen noch nicht nachweisbar.

 


Zahlreiche Möglichkeiten

Dass AdWords Kampagnen nicht einfach kopiert und auf mobile Endgeräte ausgerichtet werden, ist an sich nichts Neues. Die unzähligen Möglichkeiten der Anzeigenschaltung auf vier verschiedenen Plattformen für Mobile-Geräte ermöglichen ein Angebot in der am besten passenden Form zur Geltung zu bringen. So kann man z.B. über Google AdWords Textanzeigen mit speziellen mobilen Anzeigenerweiterungen schalten. Hier können u.a. die Telefonnummer, der Standort oder ein Link in den App-Store zur eigenen App zusätzlich angezeigt werden.

 

Auf iPhones optimierter Anzeigentext mit Click-to-Download-Anzeige

Auf iPhones optimierter Anzeigentext mit Click-to-Download-Anzeige

 

Mithilfe des Google Display Netzwerks oder des admob-Netzwerks kann zudem eine Display-Anzeige auf ausgewählte Apps weitreichend ausgerichtet werden. Die neue Zielgruppe wacht also schon morgens mit dem Wecker-Programm auf und wird auf eine Display Anzeige aufmerksam. Das admob-Netzwerk bietet aber nicht nur eine globale Reichweite, sondern zielgenaues Targeting und innovative Formate. Während man tagsüber eine Suchmaschine nutzt, werden Textanzeigen eingeblendet. Dabei sind diese Texte speziell auf die Bedürfnisse der dynamischen, jungen Nutzer ausgerichtet. In kleinen Hilfsprogrammen, beim Musik Hören, bei der Nutzung von sozialen Netzwerken oder beim Spielen als Zeitvertreib kann die neue, prominente Zielgruppe in verschiedenen Formen aktuelle Angebote wahrnehmen.

 

Effiziente Zielgruppenansprache

Niedrige Klickpreise, höhere Conversions und niedrigere CPOs sind praktisch garantiert, wenn man für eine mobile-optimierte Webseite ohne Flash mit einer einfachen Navigation und kurzer Ladezeit sorgt. Und warum auch nicht? Die kaufkräftigsten Kunden sind immer online, ihre Abwesenheit von einem Desktop-PC überbrücken sie zunehmend mit ihren mobilen Endgeräten.

In diesem Sinne: Go Mobile!

 

Google hebt die Grenzen des Informationsflusses zwischen seinen verschiedenen Diensten nun endgültig auf. Schon zuvor ließen sich Suchvorschläge bei eingeloggten Google-Nutzern u.A. von YouTube-Views und Google+-Interessen inspirieren. Nun hat der Trend mit den neuen Datenschutzbestimmungen einen kräftigen Schub nach vorne bekommen: In Zukunft gibt es nur noch ein gemeinsames Google-Konto für alle Anwendungen und Dienste des Konzerns. Das kann ernsthafte Veränderungen bedeuten – für SEO, aber auch für den freien Nutzer im Web.

Was ist neu in den Bestimmungen?
Was beispielsweise für Apple-Nutzer mit der Apple-ID bereits gang und gäbe ist, trifft nun auch für Google-Accounts zu: Ab dem 1.3.2012 werden sämtliche Beschränkungen zwischen den verschiedenen Google-Anwendungen aufgehoben. Es gibt nur noch einen gemeinsamen Datenspeicher für die Aktivitäten eines eingeloggten Google-Nutzers. Das bedeutet: Google kann bequem alle Informationen, die sich bei der Nutzung der Dienste ergeben, kombinieren und sich ein deutlich besseres Profil des Users zusammenbauen. Bedacht werden sollte: Im Vergleich zu Apple- oder Microsoft-Konten ist die Fülle an Informationsquellen noch um ein Vielfaches höher!

Googles Notiz zur Änderung der Datenschutzbestimmungen

Googles Notiz zur Änderung der Datenschutzbestimmungen

Warum tut Google das?
Googles Devise lautet von jeher: „Don’t be evil“. Nichts Böses tun, sondern dem Nutzer mehr Vorteile verschaffen – das sind die Argumente, die das Unternehmen gegen die bereits zahlreichen Beschwerden anbringt. Zum einen ersetzt die einheitliche Datenschutzbestimmung nun die über 70 verschiedenen derzeit noch gültigen Dokumente. So erspart sich der User die Zustimmung für jeden einzelnen Dienst. Zum anderen kann Google dem User auf diese Weise noch gezieltere und persönlich besser zugeschnittene Angebote zu präsentieren. Im Klartext heißt das: personalisierte Werbung. AdWords-Anzeigen werden nun stärker von der Aktivität und den persönlichen Angaben des Verbrauchers abhängen. Was als Gewinn für den Nutzer präsentiert wird, ist natürlich vor allem dem finanziellen Interesse von Google geschuldet. Die Anzeigen sind schließlich die Haupteinnahmequelle von Google: passendere Anzeigen erzeugen mehr Klicks und mehr Klicks bedeuten mehr Geld für Google. Also eine Win-win-Situation?

Der User sitzt im Glashaus
Datenschützer aus aller Welt haben bereits Protest eingelegt – und das zu Recht. Das Nutzerprofil, das sich Google aus seinen Anwendungen zusammenbauen kann, ist beispiellos und würde manchen Geheimdienst blass machen vor Neid. Über die Websuche erfährt Google ohnehin schon umfassend über Lebenssituation, Vorlieben und Interessen des Menschen. Mit Diensten wie Maps, Latitude und Co. lässt sich ein fast vollständiges Bewegungsprofil erstellen. Ein persönlicher Google-Kalender ergänzt dies prima und hilft Google dabei, die Vorhaben der User zu antizipieren. Abgerundet wird die Sache letztendlich von einem gut genutzten Mail-Account.

Guter Service oder beängstigende Informationsgier?
Google selbst führt dazu ein praktisches Beispiel im abgebildeten Video an: Ein Mitarbeiter hat einen wichtigen Termin und Google erinnert ihn daran, dass er jetzt losfahren muss, um rechtzeitig dort anzukommen. In diesem kompakt geschilderten Fall steckt allerdings bereits eine ganze Fülle an verarbeiteten Informationen:

  • Welchen Termin hat der Nutzer für welche Zeit in seinem Kalender eingetragen?
  • Wo findet dieser Termin statt?
  • Wo befindet sich der Nutzer zum aktuellen Zeitpunkt?
  • Wie ist die Verkehrslage? (Weiterführend ist ggf. noch das Fortbewegungsmedium spezifiziert)

Hier muss sich nun jeder selbst die Frage stellen: Überwiegt der persönliche Nutzen? Oder gibt man zu viele Informationen an eine zentrale Stelle preis? Google ist sicher nicht das einzige Unternehmen, welches gut und gerne Nutzerinformationen sammelt. Es bleibt nur strittig, ob man besser seine Informationen alle einer Firma geben möchte oder sie über mehrere verteilt. Wer einen Google-Account hat und mit den neuen Bedingungen nicht einverstanden ist, kann bis zum Inkrafttreten am 1. März natürlich sein Konto löschen.

Wie wirkt sich das auf SEO aus?
Die neue Privacy Policy ist nur Teil eines ganzen Schwungs an Änderungen, die Google innerhalb der letzten Wochen durchgeführt hat – man erinnere sich noch an Search Plus Your World. Wenn Suchergebnisse nun mehr und mehr von Nutzerdaten abhängig werden, gestaltet sich die klare Aussage über Rankingpositionen, Veränderungen und Messbarkeit von SEO-Erfolgen immer schwieriger. Setzen sich personalisierte Suchergebnisse auf lange Sicht durch, wird man umdenken müssen. Dies bedeutet die Erschließung neuer Felder neben der klassischen Optimierung. Zum einen wird weiterhin die Pflege von Netzwerken im Social Web wichtiger werden, in welchem Bereich explido mit Social Media und den Media Agents im SEO-Bereich gut aufgestellt ist. Die Erweiterung des Portfolios um Spartenoptimierungen wie Places oder Produktsuche sorgt zudem für Festigkeit gegenüber massiven Veränderungen der organischen Suchergebnisse.

Fazit
Das Ende von SEO ist (auch) die neue Datenschutzbestimmung und Vorgehensweise von Google nicht. Es wird jedoch wichtiger, am Ball zu bleiben, zu beobachten und zu reagieren. In Sachen Persönlichkeitsbestimmung, Wettbewerbsrecht und Datenschutz wird Google dagegen noch massiv zu kämpfen haben. Klar kann die Vereinheitlichung aller Google-Dienste eine gute und nützliche Sache sein. Es ist aber eine Frage des Vertrauens.


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