Highlights vom Conversion Summit 2013 – Recap

Zentraler Fokus des Conversion Summits in Frankfurt (veranstaltet von Webarts) war in diesem Jahr vor allem die Themenschnittstelle zwischen Verkaufspsychologie, Neuromarketing und Onsite-Testing.

 

cs1

André Morys (Vorstand von Webarts) und Conversiondoktor Gabriel Beck (explido)

 

Auch explido war wieder vor Ort. Leider sprengt es den Rahmen, auf alle (sehr guten) Vorträge einzeln einzugehen. Deshalb haben wir nachfolgend die Highlights für euch zusammengefasst:

 

Getting into your customer`s Head   

Wie man dies erreichen kann, zeigten mehrere kurzweilige Vorträge. Neuromarketing Experte Roger Dooley zeigte anschaulich den Unterschied zwischen bewussten und unterbewussten Motiven für eine Kaufentscheidung und machte dabei deutlich, dass sich der Fokus des Marketing Entscheiders vor allem auf die unbewussten Motivatoren richten sollte. Während bewusst wahrgenommene Anreize wie z.B. Geschenke oder Rabatte für den Anbieter teuer sind, sei die Ansprache unbewusster Motivatoren wie z.B. Gefühle auch mit wenig Geld zu erreichen und noch dazu deutlich effektiver, weil 95% unserer Gedanken ohnehin im Unterbewusstsein stattfinden.

 

Um die unterbewusste Ebene anzusprechen, empfiehlt Dooley in erster Linie das Prinzip der Einfachheit: einfache Formulare, Schriftarten und Texte sowie auch die Vermittlung von Sicherheit.

 

cs2

Roger Dooley

 

Auch Alexander Staats, Conversion Architect bei Webarts, weist in seinem Vortrag darauf hin, dass jeder Kunde das Angebot einer Webseite unbewusst emotional anders bewertet und diese Bewertung  – fällt sie negativ aus – im Nachhinein auch schwer durch den Anbieter zu ändern ist.

Folgende Tipps aus der Konsumpsychologie empfiehlt Alexander Staats, um den Kunden von Anfang an positiv zu emotionalisieren:

  • Bestätigen Sie den User in seiner Erwartung (Self-Efficiacy)
  • Aktivierung impliziter Gedächtnisinhalte durch vorangestellte Reize (Priming)
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Arten von Codes: gelernte, tradierte, symbolische oder sprachliche Codes à Analysieren Sie, welche Codes Ihre Wettbewerber einsetzen und beachten Sie, dass unterschiedliche Nutzer durch unterschiedliche Codes angesprochen!
  • Übernehmen Sie Fremdperspektive!

 

Der erste Eindruck entscheidet!

Der aus Estland angereiste Conversion-Experte Peep Laja weist auf die hohe Bedeutung des ersten Eindrucks hin, die ein User von der Webseite gewinnt. Ein Design, welches den User in seinen Erwartungen und Bedürfnissen vom ersten Moment an anspricht (Persuasive Webdesign) ist daher unverzichtbar für hohe und auch lang andauernde Zufriedenheit.

 

cs3

Peep Laja

Peep Laja versorgt uns mit zahlreichen Tipps, wie Persuasive Webdesign erfolgreich umgesetzt werden kann. Wichtigste Erkenntnis: Das Design sollte so wenig komplex wie nötig und so prototypisch wie möglich sein. Durch das Schaffen visueller Hierarchien kann die Aufmerksamkeit des Users gezielt auf die wesentlichen Inhalte der Seite gelenkt werden.

 

Mit der richtigen Preisstrategie zu mehr Erfolg

Ein besonderes Highlight war auch der Vortrag zum Thema Neuropricing von Leigh Caldwell, einem der führenden Experten für Verhaltensökonomik in Grossbritannien. Er zeigt uns mit zahlreichen anschaulichen Beispielen, wie die Preiskommunikation des Anbieters die Wertvorstellung des Konsumenten beeinflusst und wie mit einer gezielten Preisstrategie und Produktpositionierung der Umsatz erhöht werden kann. Da unterschiedliche Zielgruppen auch eine unterschiedliche Preiswahrnehmung haben, lautet die wichtigste Empfehlung, die optimale Preisstrategie mittels Testing zu ermitteln.

 

Kulturelle Unterschiede und ihre Auswirkungen auf das Konsumverhalten

Web Psychologist Natalie Nahai erklärt in ihrem sehr spannenden Vortrag die unterschiedlichen Kulturdimensionen (nach Geert Hofstede) und wie diese das Konsumverhalten beeinflussen. So unterscheiden sich Länder beispielsweise in Bezug auf den Machtdistanz Index.. Ein hoher Machtdistanz Index steht dafür, dass Macht in einer Gesellschaft sehr ungleich verteilt ist, während ein geringer Machtdistanz Index von einer homogenen Gesellschaft mit gleichmäßiger Machtverteilung ausgeht. Weiterhin kann zwischen individualistischen und kollektivistischen Gesellschaften unterschieden werden. Und nicht zuletzt gibt es Gesellschaften, die eher mit femininen oder maskulinen Werten assoziiert werden. Aus all diesen Kulturdimensionen ergibt sich ein unterschiedliches Nutzerverhalten in verschiedenen Kulturkreisen, die berücksichtigt und auch getestet werden sollten, um global erfolgreich zu sein.

 

Fazit

Wie auch die Jahre zuvor war der Conversion Summit auch im Jahr 2013 wieder ein voller Erfolg und ein rundum gelungenes Event für die Branche. Besonders hervorzuheben ist der diesjährige besonders hohe Anteil an hochkarätigen, internationalen Speakern.

Durch die enge Verknüpfung von theoretischen Inhalten aus den Bereichen Konsumpsychologie und Neuromarketing mit vielen Praxisbeispielen und -Tipps konnten wir viele neue Inspirationen für Testkonzepte mitnehmen.

Im Übrigen wurde auch wieder fleißig getwittert: #cs13, #cc13.

Hinterlasse eine Antwort

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Kommentar

2 Antworten auf Highlights vom Conversion Summit 2013 – Recap

[...] Highlights vom Conversion Summit 2013 – Recap - explido [...]

Facebook
Twitter
YouTube
Google Plus
© 2013 explido GmbH & Co. KG | Datenschutz