Google Shopping – was kommt, was bleibt?

Wie schon in den Vereinigten Staaten wird Google Shopping auch in den Ländern UK, DE, FR, JP, IT, ES, NL, BR, AU und CH komplett auf ein kostenpflichtiges Modell umgestellt. Ziel ist es, die Qualität der Suchergebnisse hinsichtlich aktueller Produktinformationen zu verbessern.

 

Das Suchergebnis wird in einem neuen Format dargestellt. Es basiert auf den bereits bekannten Product Listing Ads. Die Produkte werden in einem kommerziellen Bereich auf der Seite mit den Suchergebnissen angezeigt und mit dem Label „Ads“ oder „Sponsored“ versehen. Es können dabei mehrere Produkte desselben Anbieters erscheinen. Die Product One Box in der Universal Search wird es nicht mehr geben.

 

Google Shopping Ergebnisse als bezahlte Anzeigen

Google Shopping Ergebnisse als bezahlte Anzeigen
Quelle: www.google.com

 

 

Das neue Format können wir in den oben genannten Ländern schon ab 13. Februar 2013 beobachten. Spätestens bis Ende des 2. Quartals werden dann nur noch kostenpflichtige Listings existieren. In der Übergangszeit zwischen Februar und Juni wird es auf Google Shopping einen Mix aus kostenpflichtigen und kostenlosen Ergebnissen geben, nach Abschluss des Übergangszeitraums werden Artikel ohne Gebote nicht mehr auf Google Shopping angezeigt.

Was ändert sich?

Der kostenlose Traffic über Google Shopping fällt weg: Spätestens ab Ende Juni gibt es nur noch kostenpflichtige Listings. Google verfolgt die Vision einer „new and beautiful shopping experience“ für den User: Entsprechend wird sich auch die Google Shopping Oberfläche in Zukunft in neuer Aufmachung präsentieren.

 

Wie funktioniert das Ranking?

Der Anzeigenrang auf Google Shopping beruht auf einer Kombination aus Relevanz und Gebotspreis – wie es bei Anzeigen mit Produktinformationen bereits der Fall ist. Dadurch haben die Händler eine bessere Kontrolle darüber, wo ihre Produkte auf Google Shopping erscheinen.

 

Wie bereiten wir uns auf die Umstellung vor?

Ein wichtiger Optimierungshebel wird zukünftig noch stärker das Datenfeed sein. Werbetreibende müssen ihr Datenfeed analysieren und optimieren. Die wichtigsten Spalten sind „product type“, „title“ und „description“. Auch das Matching der Google Taxonomie ist sehr wichtig.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, bereits jetzt mit der Optimierung der aktuellen Product Listing Ads Kampagne anzufangen. Wenn bisher kein Feed vorhanden war, empfiehlt sich, zunächst mit den Top-Performer-Produkten zu starten und dann langsam auszubauen. Allgemein sollten die Kampagnen und Anzeigengruppen möglichst granular aufgesetzt werden (z.B. nach Produkttypen). Wie bei allen Kampagnen sollten auch hier die Ausschlussbegriffe nicht vernachlässigt werden. Das Targeting wird anhand folgender Feedspalten möglich: „neu:ID“, „product_type“, „brand“, „condition“, „adwords_grouping“ und „adwords_labels“.

 

Unsere Erfahrungen aus den Kampagnen in den USA:

  • Nach der Umstellung ging der Traffic um ca. 30% zurück – verglichen mit vorherigem SEO-Traffic.
  • Nach der Umstellung stiegen die CPCs um ca. 40% an – verglichen mit vorherigen PLA-Kampagnen.
  • Aktuell macht das Budget ca. 10-15% des Gesamt Adwords-Budgets aus.
  • Mehrere Produkte eines Anbieters können gleichzeitig erscheinen (z.B. Ebay, Amazon, etc.)

Welche Vorteile verspricht Google durch die Neuerung?

Laut Google liegt der Vorteil für den User hauptsächlich in der besseren Datenqualität und der Identifizierung vertrauenswürdiger Händler. Für Käufer wird es einfacher sein, Produkte, Preise oder sogar Händlerbewertungen miteinander zu vergleichen. Doch offensichtlich lohnt es sich auch für den Merchant, in die qualitative Verbesserung des Datenfeed zu investieren. Denn aus der neuen Darstellungsform der Shopping Ergebnisse profitieren nicht nur die Käufer, sondern auch die Online-Händler. Durch die Bids haben Händler mehr Kontrolle über ihre Produktdaten und können so ihre Einträge und ihren Traffic präziser steuern. Der generierte Traffic sollte damit qualitativ hochwertiger sein.

Genaueres über die Auswirkungen von Google Shopping auf SEO haben wir in einem separaten Blogartikel diskutiert.

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Kommentare (3)

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