10 Trends die Social Media in 2013 rocken

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Rückblick jagt den anderen. Spannender ist der Blick nach vorn. Was wird uns 2013 bewegen? Hier 10 Trends, die es wert sind, im Auge behalten zu werden:

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Das zeigt sich täglich in Flickr, Facebook oder Pinterest. Vollgas gibt in 2013 Instagram – neuerdings auch als Webangebot. Sichtbar wurde dies gerade bei WashingtonPost.com: In The Grid fließen redaktionelle Inhalte, Twitter- und Instagram-Feeds zusammen. Und vermengen sich zu einem beeindruckenden Liveerlebnis der Ereignisse, etwa bei Sandy oder der US-Wahl.

Sandy in The Grid

Auch Twitter erlebt eine Renaissance. Der Microblogging-Dienst wird sich allmählich auch in Deutschland auf eine breitere Nutzerbasis stellen und nicht nur als Spielplatz für SEOs und Affiliates dienen. Der aktuelle Schritt hin zu mehr visuellen Inhalten zeigt, wo Twitter seine Mitbewerber sieht.

Google+ wird kommen, allerdings noch nicht in 2013. Es bleibt vorerst der Datenfriedhof mit der besten Usability. Durchaus einen Blick wert sind jedoch die Hangouts. Ob als Videochat in der Kleingruppe oder als Virtual Photowalk via Hangout On Air. Vorsicht ist ab 500 Teilnehmern geboten: Hier kommt das deutsche Fernmeldegesetz der Rundfunkstaatsvertrag (s. Kommentar) zum Zuge!

Schon mal ein Sentiment getanzt? Barcamps werden immer noch belächelt. Sie sind jedoch oft effektiver und spannender als so mancher Kongress, bei dem sich die üblichen Verdächtigen aus Agentur und Unternehmen die Klinke in die Hand geben. Das Hamburger Monitoring Camp zeigte gerade wieder anschaulich, wie der Austausch auch auf Offline Plattformen funktionieren kann.

Für wen weniger Realität mehr ist, sollte sich mit AR beschäftigen. Ob Info oder Spiel, Mobile oder Terminal am PoS – Augmented Reality kommt. In Deutschland machen es Gelbe Seiten mit dem Augmented Reality Game Elfer-Held vor.

Einfach mal andere Arbeiten lassen. Jovoto.com zeigt wie Crowdsourcing funktioniert. Ein passendes Briefing, transparente Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind die Erfolgsfaktoren. Gute Ideen sind die Belohnung. So lässt Dertour Katalogcover gestalten, Greenpeace VW-Spots kreieren oder das Marriot Hotelzimmer entwerfen. Die Möglichkeiten die Kreativität der Masse zu nutzen sind vielfältig.

Richtig rocken will Myspace – nicht mehr auf breiter Front, dafür umso lauter in der musikaffinen Ecke des Internets. Denn Totgeglaubte leben länger.

Auch die interne Kommunikation wird von Social Media profitieren. Ein gutes Beispiel ist der „Yammerkasten“ zum firmeninternen Twittern und Plussen. Yammer kann Mail und Skype gut ergänzen.

Facebook bleibt auch in 2013 der Platzhirsch. Nicht nur auf facebook.com sondern vermehrt auf opengraphierten Webseiten. Mit Blick auf das Börsenparkett wächst der Appetit auf Werbeeinnahmen. Das wird Facebook in 2013 für Unternehmen und Nutzer gleichermaßen verändern.  Ob sich hier die Jungs aus Menlo Park nicht selbst ein Bein stellen? Wir werden sehen.

Durchaus hilfreich beim Schreiben des Blogartikels war übrigens Keeeb. Texte, Bilder, Videos oder Textschnipsel lassen sich hier sammeln und sharen. Der klassische Bookmarking-Dienst wurde hier einen Schritt weiter gedacht. Gute Idee, gute Usability, hoher Mehrwert. Da ist noch Musik drin.

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Kommentare (4)

Bei Hangout On Air ist es nicht das Fernmeldegesetz, sondern der Rundfunkstaatsvertrag. Und da arbeiten wir ja an einer kleinen aber sehr wirksamen Veränderung der Stellschraube: http://ichsagmal.com/2012/11/12/it-gipfel-unsere-reformvorschlage-fur-den-rundfunkstaatsvertrag-livestreaming/

@gsohn Danke für die Richtigstellung und den Link!

[…] Auch in Bezug auf Google+ scheiden sich die Geister über Sinn und Unsinn des Netzwerkes. Als Datenfriedhof mit der besten Usability verschrien, werden die Vor- und Nachteile des Social Media Portals schnell deutlich. Zum einen […]

[…] “Google+ bleibt vorerst der Datenfriedhof mit der besten Usability.” Auch werden die Social Media mehr und mehr von den Unternehmen […]

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