Wissen Sie, wie viele Leute eine Woche lang auf Schokolade verzichten würden, um ihr Smartphone behalten zu dürfen? Warum die Mobile-Suche schon bald die Desktop-Suche übersteigen wird? Und warum Kleinkinder schon früher ein Smartphone bedienen können als ihre Schuhe binden?

Finden Sie die Antworten in unserem Recap zum Google Mobile Training in München vom 15. Februar. Das Training beinhaltete detaillierte Vorschläge für Performance-Agenturen, von denen wir hier einige vorstellen möchten.

Mobile Training mit Google

Mobile Training mit Google

 

 

Mobile im Wachstum

Das Wachstum der mobilen Suchanfragen ist nicht aufzuhalten. Smartphones und Tablets begleiten uns den ganzen Tag: Man lässt sich vom Smartphone wecken, man informiert sich auf dem Weg zur Arbeit, im Büro hat man Internet-Zugang und am Abend nutzt man die mobilen Endgeräte parallel zu anderen Medien wie TV oder Zeitschriften. So kommt es, dass 63% der Nutzer lieber auf Schokolade verzichten würden als auf Ihre Smartphone. Als Online-Vermarkter erreicht man Kunden mit Mobile-Anzeigen zu jeder Tageszeit – unabhängig davon, wo sich diese gerade befinden. Mit Mobile-Anzeigen wird eine Zielgruppe mit hoher Kaufkraft angesprochen: Besitzer eines Tablets und/oder Smartphones sind meist berufstätig, Mitte dreißig und verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen.

Eine völlig andere Entwicklung ist, dass das Verständnis und die Akzeptanz, mobiler Endgeräte stetig zunimmt: Bereits Kleinkinder entwickeln eine natürliche Selbstverständlichkeit zu mobilen Geräten, als hätten sie früher nie etwas anderes gemacht. Denn das Touchscreen zu berühren und zu wischen ist im Wesentlichen viel einfacher als das Tippen, das unsere Koordinationsfähigkeit verlangt.

Laut Google schließen zwar erst 19% der Nutzer eine Bestellung auf ihrem mobilen Gerät ab, dennoch ist eine dauerhafte Präsenz unverzichtbar. Die meisten Käufe nach einer Mobile-Suche (38%) enden immer noch auf einem Desktop-Computer. Genau dieser Medienbruch stellt zielstrebige Performance-Agenturen vor eine große Herausforderung. Denn die Unverzichtbarkeit der Mobile-Anzeigen ist durch die Zuweisung einer neuen IP-Adresse mit Zahlen noch nicht nachweisbar.

 


Zahlreiche Möglichkeiten

Dass AdWords Kampagnen nicht einfach kopiert und auf mobile Endgeräte ausgerichtet werden, ist an sich nichts Neues. Die unzähligen Möglichkeiten der Anzeigenschaltung auf vier verschiedenen Plattformen für Mobile-Geräte ermöglichen ein Angebot in der am besten passenden Form zur Geltung zu bringen. So kann man z.B. über Google AdWords Textanzeigen mit speziellen mobilen Anzeigenerweiterungen schalten. Hier können u.a. die Telefonnummer, der Standort oder ein Link in den App-Store zur eigenen App zusätzlich angezeigt werden.

 

Auf iPhones optimierter Anzeigentext mit Click-to-Download-Anzeige

Auf iPhones optimierter Anzeigentext mit Click-to-Download-Anzeige

 

Mithilfe des Google Display Netzwerks oder des admob-Netzwerks kann zudem eine Display-Anzeige auf ausgewählte Apps weitreichend ausgerichtet werden. Die neue Zielgruppe wacht also schon morgens mit dem Wecker-Programm auf und wird auf eine Display Anzeige aufmerksam. Das admob-Netzwerk bietet aber nicht nur eine globale Reichweite, sondern zielgenaues Targeting und innovative Formate. Während man tagsüber eine Suchmaschine nutzt, werden Textanzeigen eingeblendet. Dabei sind diese Texte speziell auf die Bedürfnisse der dynamischen, jungen Nutzer ausgerichtet. In kleinen Hilfsprogrammen, beim Musik Hören, bei der Nutzung von sozialen Netzwerken oder beim Spielen als Zeitvertreib kann die neue, prominente Zielgruppe in verschiedenen Formen aktuelle Angebote wahrnehmen.

 

Effiziente Zielgruppenansprache

Niedrige Klickpreise, höhere Conversions und niedrigere CPOs sind praktisch garantiert, wenn man für eine mobile-optimierte Webseite ohne Flash mit einer einfachen Navigation und kurzer Ladezeit sorgt. Und warum auch nicht? Die kaufkräftigsten Kunden sind immer online, ihre Abwesenheit von einem Desktop-PC überbrücken sie zunehmend mit ihren mobilen Endgeräten.

In diesem Sinne: Go Mobile!

 

Google hebt die Grenzen des Informationsflusses zwischen seinen verschiedenen Diensten nun endgültig auf. Schon zuvor ließen sich Suchvorschläge bei eingeloggten Google-Nutzern u.A. von YouTube-Views und Google+-Interessen inspirieren. Nun hat der Trend mit den neuen Datenschutzbestimmungen einen kräftigen Schub nach vorne bekommen: In Zukunft gibt es nur noch ein gemeinsames Google-Konto für alle Anwendungen und Dienste des Konzerns. Das kann ernsthafte Veränderungen bedeuten – für SEO, aber auch für den freien Nutzer im Web.

Was ist neu in den Bestimmungen?
Was beispielsweise für Apple-Nutzer mit der Apple-ID bereits gang und gäbe ist, trifft nun auch für Google-Accounts zu: Ab dem 1.3.2012 werden sämtliche Beschränkungen zwischen den verschiedenen Google-Anwendungen aufgehoben. Es gibt nur noch einen gemeinsamen Datenspeicher für die Aktivitäten eines eingeloggten Google-Nutzers. Das bedeutet: Google kann bequem alle Informationen, die sich bei der Nutzung der Dienste ergeben, kombinieren und sich ein deutlich besseres Profil des Users zusammenbauen. Bedacht werden sollte: Im Vergleich zu Apple- oder Microsoft-Konten ist die Fülle an Informationsquellen noch um ein Vielfaches höher!

Googles Notiz zur Änderung der Datenschutzbestimmungen

Googles Notiz zur Änderung der Datenschutzbestimmungen

Warum tut Google das?
Googles Devise lautet von jeher: „Don’t be evil“. Nichts Böses tun, sondern dem Nutzer mehr Vorteile verschaffen – das sind die Argumente, die das Unternehmen gegen die bereits zahlreichen Beschwerden anbringt. Zum einen ersetzt die einheitliche Datenschutzbestimmung nun die über 70 verschiedenen derzeit noch gültigen Dokumente. So erspart sich der User die Zustimmung für jeden einzelnen Dienst. Zum anderen kann Google dem User auf diese Weise noch gezieltere und persönlich besser zugeschnittene Angebote zu präsentieren. Im Klartext heißt das: personalisierte Werbung. AdWords-Anzeigen werden nun stärker von der Aktivität und den persönlichen Angaben des Verbrauchers abhängen. Was als Gewinn für den Nutzer präsentiert wird, ist natürlich vor allem dem finanziellen Interesse von Google geschuldet. Die Anzeigen sind schließlich die Haupteinnahmequelle von Google: passendere Anzeigen erzeugen mehr Klicks und mehr Klicks bedeuten mehr Geld für Google. Also eine Win-win-Situation?

Der User sitzt im Glashaus
Datenschützer aus aller Welt haben bereits Protest eingelegt – und das zu Recht. Das Nutzerprofil, das sich Google aus seinen Anwendungen zusammenbauen kann, ist beispiellos und würde manchen Geheimdienst blass machen vor Neid. Über die Websuche erfährt Google ohnehin schon umfassend über Lebenssituation, Vorlieben und Interessen des Menschen. Mit Diensten wie Maps, Latitude und Co. lässt sich ein fast vollständiges Bewegungsprofil erstellen. Ein persönlicher Google-Kalender ergänzt dies prima und hilft Google dabei, die Vorhaben der User zu antizipieren. Abgerundet wird die Sache letztendlich von einem gut genutzten Mail-Account.

Guter Service oder beängstigende Informationsgier?
Google selbst führt dazu ein praktisches Beispiel im abgebildeten Video an: Ein Mitarbeiter hat einen wichtigen Termin und Google erinnert ihn daran, dass er jetzt losfahren muss, um rechtzeitig dort anzukommen. In diesem kompakt geschilderten Fall steckt allerdings bereits eine ganze Fülle an verarbeiteten Informationen:

  • Welchen Termin hat der Nutzer für welche Zeit in seinem Kalender eingetragen?
  • Wo findet dieser Termin statt?
  • Wo befindet sich der Nutzer zum aktuellen Zeitpunkt?
  • Wie ist die Verkehrslage? (Weiterführend ist ggf. noch das Fortbewegungsmedium spezifiziert)

Hier muss sich nun jeder selbst die Frage stellen: Überwiegt der persönliche Nutzen? Oder gibt man zu viele Informationen an eine zentrale Stelle preis? Google ist sicher nicht das einzige Unternehmen, welches gut und gerne Nutzerinformationen sammelt. Es bleibt nur strittig, ob man besser seine Informationen alle einer Firma geben möchte oder sie über mehrere verteilt. Wer einen Google-Account hat und mit den neuen Bedingungen nicht einverstanden ist, kann bis zum Inkrafttreten am 1. März natürlich sein Konto löschen.

Wie wirkt sich das auf SEO aus?
Die neue Privacy Policy ist nur Teil eines ganzen Schwungs an Änderungen, die Google innerhalb der letzten Wochen durchgeführt hat – man erinnere sich noch an Search Plus Your World. Wenn Suchergebnisse nun mehr und mehr von Nutzerdaten abhängig werden, gestaltet sich die klare Aussage über Rankingpositionen, Veränderungen und Messbarkeit von SEO-Erfolgen immer schwieriger. Setzen sich personalisierte Suchergebnisse auf lange Sicht durch, wird man umdenken müssen. Dies bedeutet die Erschließung neuer Felder neben der klassischen Optimierung. Zum einen wird weiterhin die Pflege von Netzwerken im Social Web wichtiger werden, in welchem Bereich explido mit Social Media und den Media Agents im SEO-Bereich gut aufgestellt ist. Die Erweiterung des Portfolios um Spartenoptimierungen wie Places oder Produktsuche sorgt zudem für Festigkeit gegenüber massiven Veränderungen der organischen Suchergebnisse.

Fazit
Das Ende von SEO ist (auch) die neue Datenschutzbestimmung und Vorgehensweise von Google nicht. Es wird jedoch wichtiger, am Ball zu bleiben, zu beobachten und zu reagieren. In Sachen Persönlichkeitsbestimmung, Wettbewerbsrecht und Datenschutz wird Google dagegen noch massiv zu kämpfen haben. Klar kann die Vereinheitlichung aller Google-Dienste eine gute und nützliche Sache sein. Es ist aber eine Frage des Vertrauens.

Seit 2005 ist DLD von einer Konferenz zu einer internationalen Medienmarke und einem weit gespannten Netzwerk gewachsen, das als politischer Agenda Setter funktioniert und für die Identifikation von Innovatoren und Geschäftsmodellen sowie die Beschreibung gesellschaftlichen Wandels steht.“ so ist es aus der Presse Mappe zu entnehmen. In 2011 wurde Matthias Riedle eingeladen und dieses Jahr bekamen wir erneut eine Einladung. Um die Digital Life Design Conference in diesem Recap auf den Punkt zu bringen: „Die DLD Conference ist eine Plattform für grenzübergreifenden Wissenstransfer – Connect the Unexpected“.

Mit Yamondo – the Global Performance Alliance haben wir ein internationales Performance Marketing Netzwerk von inhabergeführten Agenturen ins Leben gerufen. In der Rede am dritten Konferenztag wurde ein wichtiges gesellschaftliches und politisches Thema von Maria Furtwängler-Burda angesprochen, dass Frauen in die top Führungspositionen gehören. Ein weiterer wichtiger Aspekt war zugleich, dass der Unternehmergeist stärker von Frauen in den digitalen Bereich beansprucht werden sollte. Beidem sind wir vor der Gründung von Yamondo gefolgt und es freut mich besonders, dass die GPA eine Frauenquote im Top-Management zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Juli 2011 von über 25 Prozent erreichte. Dies war uns von Anfang an wichtig und gerade durch Konferenzen wie die DLDwomen, die sich mit dieser gesellschaftlichen Thematik seit 2010 auseinandersetzt, tragen wir unseren Beitrag dazu bei. Yamondo orientiert sich im Ländervergleich an Nordeuropa, wie in der nachfolgenden Statistik zu entnehmen ist.

Neben der McKinsey Studie „Women Matter – Gender diversity, a corporate performance driver“ empfehle ich auch den Artikel im DLDwomen Magazin „Voluntary agreements are not enough“ auf Seite 18 und 19 zu lesen.

Warum es in der Digitalen Wirtschaft so wenige Unternehmerinnen gibt, hat Arianna Huffington mit folgendem Satz nach Ihrer Rede im Interview mit Maria Furtwängler-Burda wie folgt begründet:

…We have a harder time with failure… …because we have that voice in our head that is called the obnoxious roommate living in our head and that is constantly judging us… …men can shut it out and go watch a soccer game…

Der „Aenne Burda Award for Creative Leadership“ zeichnet Frauen aus, die für unternehmerische und kreative Leistungen stehen. Die bisherigen Award-Trägerinnen sind Marissa Mayer (Google), Caterina Fake (flickr), Martha Stewart (Entrepreneur), Esther Dyson (EDventure), Mitchell Baker (Mozilla Foundation) und Natalie Massenet (NET-A-PORTER). Arianna Huffington bekam den „Aenne Burda Award“ von Maria Furtwängler-Burda überreicht. Glückwunsch an Arianna Huffington zu dieser Auszeichnung, die wiederum Live übertragen wurde und hier abrufbar ist.

Beim Blick auf The Huffington Post stellen wir fest, dass sich Geschäftsmodelle durch die digitale Medien verändern und durch die Aussage von Sheryl Sandberg, dass facebook gerade 1% seiner Reise zurückgelegt hat, ist die digitale Branche gespannt, wie die restlichen 99% aussehen werden, nachdem facebook an die Börse geht. Regeln für den Datenschutz wie aber auch für das Copy Right werden global neu ausgerichtet werden. Parallel hierzu ging es um die Grundsatzfrage „All you need is …data?“ auf der Digital-Life-Design Conference, welche zwar zunächst einfach klingt, dennoch in sich eine Komplexität trägt. Die DLD Konferenz hat einen unglaublichen Buzz in Social Networks ausgehend vom Sonntag, den 22. Januar 2012, bis einschließlich Dienstag, den 24. Januar 2012, wie dieser Screenshot von 15.272 Social Mentions, die salesforce mit dem Social Media Monitoring Tool Radian6 ermittelt hat, veranschaulicht.

Dieser Buzz wird begünstigt durch die Einbindung eines Social Media Newsroom, der allen Interessierten ermöglicht, fast vor Ort zu sein. Parallel zeigt nachfolgende Infografik, die ebenfalls von salesforce erstellt wurde, wie die Demographie, die globale Reichweite der Gespräche nach Ländern über die Digital Life Design Conference aussieht, welche die Top 5 Speaker und die Top 10 Themen der DLD12 aus der Social-Buzz-Sicht gewesen sind.

Um einen kleinen Auszug zu geben, über welche Kanäle die #DLD12 verfolgt werden konnte, neben selbst als Gast in München im HVB-Forum zu sein, eine kleine Aufstellung mit direkten Links zum Content, da dieser für Interessierte nach wie vor zur Verfügung steht:

und viele Kanäle mehr, die auch durch den UGC entstanden sind und separat gestreamt wurden, quasi als Mashup

Natürlich hatte auch die diesjährige DLD einen Claim – be part of it… Der Name war Programm: Steffi Czerny, Marcel Reichart und das gesamte Team verstanden es auch bei der 8ten DLD ihre Gäste (Speaker und Teilnehmer) perfekt miteinander zu vernetzen. Während den gesamten drei Tagen konnten diese nicht nur tagsüber miteinander sprechen, sich in Lounges (AUDI, Google und Lufthansa) zurückziehen, sondern auch am zweiten Tag abends auf der DLD Night miteinander ausgelassen im Haus der Kunst in München feiern und networken – be part of it… yes, we were all part of it…

Das DLD Konferenzprogramm versprach vorab viel. Die Agenda war vollgepackt mit Themen wie der ersten Keynote von Viviane Reding (EU Commissioner), die über Datenschutz und Urheberrecht sprach.

 

 

Wie wichtig Design und Technik Hand in Hand gehen sollte, zeigte der CEO von Jawbone. Die Firma bietet Headsets und Lautsprecher an. Gerade Apple hat mit Siri wiederum einen weiteren Milestone für Spracherkennungssoftware geschaffen und diese wird in der Jawbone Hardware integriert.

Hosain Rahman erzählt wie sein Unternehmen das Headset weiterentwickeln ließ und wie sich Steve Jobs schon sehr früh für Jawbone interessiert hat.

 

 

„The Big Picture“ mit Greg Greeley (amazon), Dmitry Grishin (Mail.ru Group), Paul-Bernhard Kallen (Hubert Burda Media), Arkady Volozh (Yandex) und Niklas Zennström (Atomico) moderiert von David Kirkpatrick (Techonomy) gab spannende Einblicke, wie sich der Digitale Markt verändern wird und welche Marktteilnehmer hinzukommen werden. Aus Sicht von SEM (SEA/SEO) wird der Markteintritt von Yandex in Europa mit Spannung erwartet. Warum? Eine wirkliche Wettbewerbssituation existiert in Bezug auf Search, zum Beispiel in Deutschland, nicht. Social Networks haben dennoch bereits einen Einfluss auf das Suchverhalten der User. Viele Informationen erhalten die User bereits morgens aus ihren persönlichen favorisierten Social Networks und selektieren durch den Social Media Stream ihr Interesse an weiterführenden Informationen und entscheiden dann, ob es notwendig ist, noch weitere Quellen für ihr Informationsbedürfnis hinzuzufügen. Nach Einschätzung von Yandex CEO ist bei Markteintritt ein Marktanteil von bis zu 30 Prozent möglich.

Nachdem Yandex nun in den türkischen Markt eingetreten ist, bleibt abzuwarten, wann die weitere Expansion auch nach Westeuropa kommen wird.

 

 

Themen, welche die Digitale Branche aus Wachstumssicht in Europa beschäftigen, wurden weiter vertieft. Hier zwei Beispiele in Bezug auf die Türkei:

Die Session „Turkey in the 21st Century“ mit Egemen Bagis (Minister of EU Affairs and Chief Negotiator) wurde von Alison Smale (IHT) moderiert:

 

 

Vorab wurde in einer anderen Session über „Digital Bosporus“ mit Sidar Sahin (Peak Games), Nevzat Aydin (Yemeksepeti.com ), Sina Afra (Markafoni), Cenk Bayrakdar (Turkcell) und Alemsah Öztürk (41? 29!) diskutiert. Moderiert wurde dieses Panel von Robin Wauters (TechCrunch). Im Kontakter 41/2011 gaben wir einen Überblick über die Türkei in Bezug auf Online Marketing, Wachstumserwartungen und wie der „Digital Markt“ in der Türkei strukturiert ist.

 

 

Interessiert verfolgten die Gäste auch das Panel mit dem Gründer von VKontakt, welches das größte Social Network in Russland ist. Nach Auswertung von comScore liegt die Reichweite von VK.com in Russland und den CIS bei 69%, gefolgt von Odnoklassniki.ru mit 54%, Mail.ru – My Workd mit 34%, facebook mit 20% und twitter mit 8%.

 

 

Pavel Durov stellte sein Social Network selbst vor. Es gelang ihm eine fließende Überleitung zu Wikipedia, um mit dem Gründer Jimmy Wales über die Wichtigkeit von Wikipedia zu sprechen und wie die Plattform Einfluss nahm und nimmt auf unser tägliches Leben. Ganz nebenbei spendete er 1 Million Dollar an Wikipedia. Diese Freude konnte Jimmy Wales nicht verbergen, warum auch… ;o)

Neben den übertragenen Sessions gab es auch Workshops. Ich möchte einen nennen, der sehr spannend war und von Alexis Ohanian (reddit) zu dem Thema „Making Something People Love” gehalten wurde.

Gerade Conversion Optimierung beschäftigt sich täglich mit dieser Thematik, um User zu Kunden zu machen. Nicht nur zu Kunden, sondern zufriedenen Kunden, die auch über die Erfahrung auf einer Webseite in ihren Social Networks mit ihren Freunden sprechen. Im Workshop wurden viele Aspekte einer Website beleuchtet, denen wir täglich beim Surfen begegnen. Eine kleine Änderung des uns vertrauten Klickpfades, wenn wir einen Flug buchen, kann einen immensen Impact auf den User haben. Hier ein Beispiel:

Im Bild ist die Webseite hipmunk zu sehen. Hier hat der User einen Zeitraum in der Vergangenheit eingegeben. Eine kleine Notiz erscheint „we don’t support trips to the past yet“. Dieser Satz erscheint anfangs banal, er bringt dennoch den User vor dem Bildschirm zum Schmunzeln. Die User, die diese Erfahrung gemacht haben, teilten diesen kleinen Satz vielfach als Screenshot mit ihren Freunden. Dem Unternehmen ist es gelungen, die Social Media Reichweite zu nutzen, um die Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen zu steigern. Ganz einfach ausgedrückt – be human!

In einem interessanten Vortrag sprach Hiroshi Mikitani, CEO des 3. größten Retailer (Rakuten) aus Japan über seine internationale Ausrichtung und zugleich über die Schwierigkeiten, die einen Unternehmer dabei erwarten. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Sprache. Es ist unerlässlich, dass Mitarbeiter und Kollegen sich untereinander verständigen können, um erfolgreich global zusammenzuarbeiten. Das mag sich trivial anhören, birgt aber in Bezug auf kulturelle Unterschiede einige Schwierigkeiten. Allen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, empfehle ich diesen Vortrag:

 

 

Interessant ist auch, dass kürzlich die internet WORLD BUSINESS ein Interview mit Hiroshi Mikitani veröffentlicht hat, in welchem er genauer auf Deutschland eingeht und in den kommenden 5 Jahren zum Marktführer werden möchte.

Und weil das DLD Programm nichts ausließ, rundete die Keynote von Sheryl Sandberg (facebook) den dritten Tag ab. Sheryl Sandberg sprach über die facebook Economy und wie diese bereits als Job Motor fungiert und sich positiv auf den BIP in den einzelnen Ländern auswirkt. Dies ist sicherlich der gesamten und immer noch jungen digitalen Branche zuzuschreiben. Wie schnelllebig diese ist, zeigen uns bereits die vergangenen 15 Jahre, wobei es auch ausreicht nur 10 Jahre zurückzublicken… ;o)

 

 

Es war fantastisch wieder alte Freunde und Bekannte zu treffen und gleichzeitig mit spannenden und interessanten Menschen in Kontakt treten zu dürfen. Ich möchte mich bei Steffi Czerny, Marcel Reichart, Hubert Burda, Yossi Vardi und dem gesamten DLD Team und Partnern für ein tolles Event und ihre Gastfreundschaft bedanken und möchte sagen:

„nach der #DLD12 ist vor der #DLD13

Bei den Expansionsplänen von twitter, die wir auf der Digital Life Design 2012 von Jack Dorsey (twitter, Square) gehört haben, freuen wir uns auf den #dld13 Hashtag kommendes Jahr.

 

 

Alle Speaker und Gäste kann man leider nicht erwähnen, sonst wird dieser DLD Recap eher ein Roman für dem man sich in eine Lounge zurückziehen könnte…

An dieser Stelle an alle Speaker und Teilnehmer, die ich auf der Digital Life Design Conference kennenlernen konnte – Dankeschön, für drei inspirierende #dld12 Tage in München!

Der Einfluss von Social Media Content auf die personalisierte Suche

Jeden Tag füttern Millionen von Usern die sozialen Netzwerke mit Texten, Bildern und Videos. Wertvoller Content, den die Suchmaschinen zukünftig eng an ihre traditionelle Suche anbinden. Google ist hier der Vorreiter. Der Internetkonzern hat die personalisierte Suche „Search, Plus Your World“ kürzlich für seine englischsprachige Seite frei geschaltet.

In der vergangenen Woche haben wir die neue Funktion aus SEA- und SEO-Sicht beleuchtet. Heute zeigt unser Social Media Team, wie soziale Inhalte die Google-Suche beeinflussen und welche Marketingchancen sich daraus für Unternehmen ergeben.

Social Networks haben heute bereits über eine Milliarde Nutzer weltweit. Allein Facebook  bringt es auf über 800 Millionen Profile. Google+, das neueste Netzwerk am Markt, hat nach eigenen Angaben bereits 90 Millionen Registrierungen -  Tendenz steigend! In Anbetracht der Datenmengen, die von den Usern erstellt, veröffentlicht und kommentiert werden, entstehen Unmengen an Informationen. Darunter viel Nonsens, aber auch eine Vielzahl an hilfreichen Informationen.

An diesem Punkt  setzt Google mit „Search, Plus Your World“ an. Die personalisierte Suche bevorzugt Inhalte, die Freunde und Bekannte im Google+ Netzwerk veröffentlicht haben. Diese Treffer tauchen ganz oben in den Suchergebissen auf und drücken damit die „anonymen“ Treffer nach unten. Trotz der vergleichsweise geringen Nutzeranzahl, lohnt es sich für Unternehmen bereits jetzt bei Google+ einzusteigen. Im Folgenden drei  Gründe, warum Sie schon jetzt  aktiv werden sollten:

 

1.    Neue Mitglieder gewinnen

  • Integration des +1-Button auf der Ihrer eigenen Webseite
  • Suchen und Folgen von Influencern und Multiplikatoren in der eigenen Branche
  • Interessanten und nützlichen Content bereitstellen

2.    Attraktive Marketing-Funktionen nutzen

  • Gezielte Zielgruppenansprache über persönliche Kreise
  • Videokonferenzen über Google+ Hangouts

3.    Content Strategie entwickeln

  • Googles Panda Algorithmus bevorzugt neuen und einzigartigen Content, der sich positiv auf  Ihr  Suchmaschinen-Ranking auswirkt.
  • Regelmäßige Updates mit qualitativ hochwertigem Content steigert die Brand Awareness und kann zusätzlichen Traffic auf die eigene Seite leiten.
  • Der Google+ Account kann von mehreren Mitarbeitern verwaltet werden

Wenn Google es wirklich schafft, die persönliche Suche auf das nächste Level zu heben, dann gehören auch Suchergebnisse aus anderen Netzwerken wie Facebook oder Twitter mit dazu. Es ist verständlich, das Google sein eigenes Netzwerk „pushen“ möchte, indem nur Beiträge von Google+ in den Suchergebnissen zu finden sind. Dennoch sollte Google sich bemühen, die relevantesten Treffer für den User zu liefern. Hier sollten  alle möglichen Netzwerke berücksichtigt werden. Facebook-Fanpages werden beispielsweise auf Google sehr gut gerankt. Daher gibt es auch keinen Grund, diese nicht in der personalisierten Suche anzuzeigen.

Unter dem Begriff „Facebook Instant Personalization“ hat Microsofts Suchmaschine Bing Facebook-Likes bei der Suchanfrage in seiner Trefferliste verstärkt berücksichtigt. Facebook und Bing haben bereits seit längerem in einigen Dingen miteinander kooperiert, so dass eine Kooperation beider Systeme abzusehen war.
Zu diesem Thema wurde bereits ein Blogbeitrag auf dem explido-Blog veröffentlicht, der unter dem folgenden Link zu finden ist: Instant Personalization: Bing macht gemeinsame Suche mit Facebook

Bild: Vier personalisierte Facebook-Treffer auf Bing

Die Gründe für Googles Verhalten sind unterschiedlich: Zum einen gehört Google+ zu Google und kann den Content seines eigenen Netzwerks bevorzugt platzieren. Vielleicht ist das auch eine Reaktion auf die Kooperation zwischen Bing und Facebook und der offensichtlich besser platzierten Ergebnisse von Facebook bei der Suche. Zum anderen hat Google keine Kontrolle über andere Netzwerke und kann auch nicht uneingeschränkt darauf zugreifen. Social Networks wie Facebook und Twitter müssten sich dann kompromissbereit erklären und  Google einen gewissen Zugriff auf Ihre Daten  gewähren.

Explido WebMarketing GmbH unterstützt Sie bei der konzeptionellen und strategischen Planung, wenn  Sie Ihre Google+ Unternehmensseite aufbauen und verwalten möchten. Nehmen Sie dazu direkten Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

 

 

Ob Search Engine Advertising, Search Engine Optimization oder Affiliate Marketing: alle drei Performance Marketing Bereiche betreuen wir seit Jahren mit Erfolg. Bestätigt wurde die Qualität unserer Arbeit jetzt erneut durch die Vergabe der SEA und SEO Zertifikate sowie des Affiliate Marketing Trusted Agency Zertifikates des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

Mit dem Erhalt des Zertifikats bestätigt der BVDW jedes Jahr die professionelle und qualitativ hochwertige Arbeitsweise in den verschiedenen Disziplinen.

Georg Genfer, Head of SEA bei explido: “Wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr die BVDW Zertifizierung für SEA erhalten zu haben. Sie gilt branchenweit als Aushängeschild für professionelles und zuverlässiges Kampagnenmanagement. Im zunehmend unübersichtlichen Umfeld von SEA-Dienstleistern dient sie als Orientierung, bei explido “in den richtigen Händen” zu sein. Natürlich werden wir auch 2012 alles tun, um bestes Kampagnenhandling und Service für unsere Kunden sicherzustellen.”

Hansjörg Rampl, Division Manager SEO / Conversion Optimization / Social Media: “Das SEO Zertifikat des BVDW zeichnet uns auch in diesem Jahr als eine der führenden Agenturen für SEO in Deutschland aus, unserem hohen Anspruch und der Zufriedenheit unserer Kunden sei Dank. Wir sind stolz darauf, dieses Qualitätssiegel seit vielen Jahren tragen zu können und stellen fest, dass es zurecht ein wichtiges Auswahlkriterium für Unternehmen bei der Suche nach einem seriösen SEO Anbieter ist.”

 

Markus Kellermann, Head of Affiliate-Marketing bei explido: “Das neue BVDW-Zertifikat bestätigt uns in unserer transparenten und sauberen Arbeitsweise. Zudem möchten wir uns bei unseren Kunden  und Affiliate-Netzwerken für das entgegengebrachte Vertrauen und die faire Partnerschaft bedanken.”

Um das Zertifikat Affiliate Marketing Trusted Agency des BVDW zu erhalten, müssen unter anderem folgende Kriterien erfüllt sein:

  • BVDW-Mitgliedschaft
  • Mindestens 3 feste, qualifizierte Mitarbeiter für das Thema Affiliate Marketing
  • Geschäftsbeziehungen seit mindestens 12 Monaten mit mehr als 2 Affiliate Netzwerken in Deutschland
  • Betreuung von mindestens 5 Kunden im Affiliate Marketing

Weitere Informationen zum Zertifizierungsverfahren finden Sie hier.

Die gesamte Eventbranche pilgert jedes Jahr im Januar Richtung Dortmunder Westfalenhallen. Die Best of Events ist die größte Fachmesse für Wirtschaftskommunikation, Live-Marketing, Veranstaltungsservices und Kongress. Und ein riesiges Spektakel…

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Zwei Tage lang  traf sich am 18. und 19. Januar 2012 alles mit Rang und Namen in der Eventbranche in Dortmund. In drei Hallen konnten knapp 10.000 Besucher von A wie Akrobat bis Z wie Zelt alles rund um eine gelungene Veranstaltungsorganisation erfahren und erleben.

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Auf dem Eventgipfel 2012 präsentierten sich mit 400 Ausstellern auf rund 20.000 Quadratmetern die Top-Player der Eventbranche. Die Best of Events gilt als nationale Leitmesse für die gesamte Industrie der Event- und Veranstaltungsdienstleister.

 

Vor allem die Halle 7 bot mit Musik- und Walking-Acts im Minutentakt eine beeindruckende (Geräusch-) Kulisse.

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Ob Zauberkünstler, Feuerspucker, Lasershow, Blaskapelle oder Speedboot – für jeden Event Anlass war etwas geboten.

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Ein Highlight war der Vortrag von Stefan Verra zum Thema Körpersprache. Mit viel österreichischem Charme erläutert er unter anderem das Geheimnis des richtigen Händedrucks und des weiblichen Balzgebahrens.

Die offizielle Abendveranstaltung BOE Night fand im Signal Iduna Park statt. Die “gelbe Wand” von Borussia Dortmund bot eine beeindruckende Kulisse.

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Auch einige Fußballstars des Vereins gaben sich ein Stelldichein.

explido kevin grosskreutz bvb

Wenn die Event Branche feiert, liegt die Messlatte natürlich hoch. Die Erwartungen in Sachen Catering und Live Acts wurden mehr als erfüllt. Vor allem die Prämiere der neuen Band “Live Music Connection” war ein Highlight.

Die Veranstaltungsbranche befindet sich derzeit in gespannter Erwartung: mit der Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine und den Olympischen Spielen in London zeichnet sich ein starkes Event Jahr 2012 ab.

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Da wir in diesem Jahr unser 10jähriges Firmenjubiläum feiern, war explido als Besucher mit dabei. Nach zwei Tagen können wir nun tütenweise Ideen mit nach Augsburg bringen und freuen uns darauf, einige in 2012 für unsere Kunden und Geschäftspartner umzusetzen. :-)

explido best of events dortmund event

Ein herzliches Dankeschön gilt den Veranstalterinnen der Best of Events. Bea Nöhre, Katja Nitschke und Ute Degen haben einen beeindruckenden Auftakt in das Event-Jahr 2012 geschaffen.

 

Die Auswirkungen von Search Plus Your World auf SEO

Google hat angekündigt, seine Suche der größten Veränderung des Algorithmus seit langem zu unterziehen: Search Plus Your World. Die organischen Suchergebnisse werden mit Profilen, Textbeiträgen, Bildern und anderen Elementen aus sozialen Netzwerken angereichert, so dass in vielen Fällen kaum zwei User für dasselbe Keyword die gleichen Ergebnisse erhalten werden.

Nachdem wir die Auswirkung auf bezahlte Anzeigen beleuchtet haben, wollen wir heute klären, welche Veränderungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung zu erwarten sind und welche Chancen und Risiken Search Plus Your World auch für Google darstellt. Ein dritter Beitrag wird sich als Abschluss mit dem Thema Search Plus Your World aus Social-Media-Sicht beschäftigen.

Nach den Universal-Search-Einblendungen, die Googles Spartensuchen wie Bilder, Videos oder Produkte in die Standardsuchergebnisse gemischt haben, ist Search Plus Your World die nächste Evolutionsstufe. Erstmals werden dem Nutzer Suchergebnisse präsentiert, auf die nur er Zugriff hat. Nach aktuellem Stand wird allerdings nur Google+ in die persönlichen Ergebnisse mit eingebunden, was für SEO der wichtigste Ansatzpunkt für eine Optimierung darstellt.

 

Search Plus Your World mit Umschalt-Button zur regulären Suche

Verbreitung der neuen Algorithmen

Google verwendet für Search Plus Your World das Opt-Out-Prinzip. Der Nutzer bekommt von Haus aus die neue personalisierte Ergebnisliste vorgesetzt und kann auf eigenen Wunsch zur gewöhnlichen Suche ohne Google+-Inhalte wechseln (siehe Markierung in der Abbildung). Derzeit verwendet die überwiegende Mehrzahl der User die Standardeinstellungen ohne eigene Anpassungen für Google-Suchen. Man kann also davon ausgehen, dass auch Search Plus Your World in Zukunft bei der Mehrheit Anwendung finden wird.

SEO für Search Plus Your World

Wie optimiert man nun auf eine Suche, in der die Aktivität in Google+, die Suchhistorie und die Vernetzung des Users eine wesentliche Rolle spielt? „Klassisches“ SEO stößt hier an seine Grenzen, weshalb ein weitflächiges Denken notwendig ist. Erstellung, Verbreitung und Monitoring von Inhalten in sozialen Netzwerken werden durch den Vorstoß von Google erheblich an Bedeutung gewinnen und fester Bestandteil von SEO werden. Beiträge in Google+ müssen ähnlich wie Textcontent auf einer Website für entsprechende Keywords optimiert werden – eigene Keywordstrategien für personalisierte Suchen sind dazu unumgänglich.
Die Entwicklung, die sich über die letzten Jahre abgezeichnet hat, wird hier auf ein neues Level gehoben: die Verschmelzung von klassischer Websuche und Social Media. Gleiches muss daher für SEO gelten.

Der Nutzen für den User

Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Einbindung von Social-Media-Beiträgen auf Akzeptanz seitens der User trifft. Für einige mag es praktisch sein, wenn sie Beiträge aus dem Netz und aus ihrem persönlichen Umfeld auf einer Ergebnisseite präsentiert bekommen. Die Kehrseite ist, dass die Your-World-Beiträge im Fall einer reinen Informationsbeschaffung eher hinderlich sein können. Wer nach Informationen über sein Urlaubsziel sucht, möchte häufig nicht unbedingt die Reisefotoalben seiner Google+-Freunde angezeigt bekommen. Unklar ist auch noch, in welchem Umfang Search Plus Your World für nicht eingeloggte Nutzer bzw. Google-Konto-Verweigerer zukünftig zur Verfügung steht.

Die Rechtslage bei Search Plus Your World

Die Zukunft für Search Plus Your World bleibt ungewiss. Der Fakt, dass ausschließlich Suchergebnisse von Google+ zugelassen sind, kann durchaus als ein Versuch gewertet werden, eine unrechtmäßige Monopolstellung zu erreichen, indem das hauseigene soziale Netzwerke promotet und bevorzugt wird. Unterstützt wird dies noch durch die zuvor erwähnte Opt-Out-Regelung, auch wenn sich der neue Suchalgorithmus relativ leicht abschalten lässt. Es wird noch von mehreren US-Instanzen geprüft, wie weit Search Plus Your World rechtlich zulässig ist. Bis zu einer eindeutigen Entscheidung dürfte für Google allerdings noch genügend Zeit vergehen, um ihre neue Entwicklung weitflächig einzusetzen und bekannt zu machen.

 

Traditionelle Internetsuche verschmilzt mit sozialen Inhalten

Registrierte Nutzer der englischsprachigen Google-Seite können ihre Suchergebnisse jetzt stärker personalisiert anzeigen lassen. Mit der Funktion „Search, plus Your World“ fließen fortan auch Inhalte aus dem sozialen Netzwerk Google+ mit in die Suchmaschine ein. Der Internetkonzern will seine Benutzer damit noch enger an sich binden und ein langfristiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Netzwerken aufbauen.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zur personalisierten Google-Suche für Sie zusammengestellt. Lesen Sie in den kommenden Tagen auch, wie  sich die personalisierten Suchergebnisse auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Eine Einschätzung aus Sicht des Social Media Marketings rundet das Thema ab.


Wie funktioniert die personalisierte Google-Suche?

Damit die Google-Suche die eigene Vorlieben und die von Freunden berücksichtigt, muss der Nutzer mit seinem Google-Konto eingeloggt sein. Die Suchergebnisse führen fortan auch Bilder und Beiträge des sozialen Netzwerks Google+, sowie Fotos aus den Online-Alben bei Picasa.

Google+-Mitgliederprofile zeigt „Search, plus Your World“ direkt im Suchschlitz an. Damit können Personen schneller gefunden werden, mit denen bereits eine Verbindung besteht. Zusätzlich finden Nutzer leicht neue Menschen und Organisationen, denen sie aufgrund ähnlicher Interessen folgen möchten. So sind zu einem bestimmten Thema vorhandene Unternehmensprofile, die Google+ Pages, mit nur wenigen Klicks aufzurufen.

„Search, plus Your World“ gewichtet Inhalte aus dem persönlichen Umfeld des Users stärker als universelle Suchresultate. Die persönlichen Links führen damit das Ranking des organischen (nicht bezahlten) Suchbereichs an. Erkennbar sind die persönlichen Suchergebnisse anhand eines kleinen blauen Icons links neben dem Ergebnistitel (siehe Screenshot). Wer wieder die traditionelle Standardsuche nutzen möchte, klickt oben rechts auf eine Schaltfläche mit einem kleinen Globus.   

Die persönliche Suchergebnisse sieht nur der jeweilige User selbst. Aus Sicherheitsgründen überträgt Google die Daten verschlüsselt.

 

Google bringt persönliche Inhalte in die Suchergebnisse ein

Google bringt persönliche Inhalte in die Suchergebnisse ein

 

 

Welche Suchergebnisse sehen Nutzer ohne Google+-Account?

Auch wer nicht bei Google+ registriert ist, erhält Empfehlungen aus dem sozialen Netzwerk. Geht es in der Suche etwa um „Reisen“ oder „Mode“, erscheinen entsprechende Personen, Unternehmen oder Orte, die ein Google+ Profil haben und den Anwender möglicherweise interessieren.

Auf diese Weise spielt die im Vergleich zu anderen Netzwerken noch geringe Nutzerzahl von Google+ keine Rolle mehr. Denn der Internetriese bedient rund zwei Drittel aller Suchanfragen im Netz. So bekommen Millionen von Menschen täglich Inhalte des sozialen Netzwerkes angezeigt, obwohl sie nicht selbst Teil der Community sind. Inhalte von Konkurrenten wie Facebook erscheinen mangels Datenschnittstellen allenfalls rudimentär.

 

Hat die personalisierte Suche Auswirkungen auf bezahlte Anzeigen?

Bislang sind keine Veränderungen bezüglich der Anzeigenschaltung in „Search, plus Your World“ erkennbar. Bezahlte Werbeanzeigen (Google AdWords) spielt Google auch innerhalb der personalisierten Suche keywordbasiert aus.

Innerhalb des sozialen Netzwerks Google+ lassen sich derzeit noch keine Anzeigen schalten. Diese Werbeform ist besonders interessant, da sie anhand von Nutzerinformationen zielgruppenspezifisch positioniert werden kann. Sobald die kritische Masse an Nutzern erreicht ist, wird Google sicherlich über diese Funktion nachdenken.

 

In welchen Ländern ist „Search, plus Your World“ derzeit verfügbar?

Bereits heute ist die soziale Suche auf google.com für englischsprachige Suchanfragen frei geschaltet. Die personalisierte Suchfunktion ist also auch von Deutschland aus aufzurufen. Nach Angaben des Google-Managers Amit Singhal arbeitet der Konzern jedoch hart daran, das Angebot auch auf google.de auszuweiten. (von Lars Kraft)

Wie die personalisierte Suche genau funktioniert, zeigt hier ein Google Video

 

“Das könnte Sie auch interessieren” – eResult hat im Rahmen einer Grundlagenstudie zum Thema Cross- und Up-Selling aus Nutzersicht eine Online-Befragung zu Produktempfehlungen an 600 Probanden durchgeführt.

Die Hauptaussage der Studie ist, dass Produktempfehlungen von Usern durchaus akzeptiert und somit erwartungskonform sind. Fast 60% der Befragten ordneten Empfehlungen mindestens als „eher wichtig“ ein. Allerdings ist die Platzierung die entscheidende Frage. Die Studie zeigt, dass die Artikeldetailseite hierfür am besten geeignet ist. Dort wünschen sich 71,8% der Befragten Produktempfehlungen. Mit unter 9% empfinden es die User als unangebracht, wenn im Bestellprozess Cross-oder Up-Selling betrieben wird. Dieses Ergebnis geht einher mit unserer Erfahrung, dass ablenkende Elemente bzw. Absprungpunkte im Bestellprozess negativen Einfluss auf die Conversion Rate haben.

Ähnlich ist es im Warenkorb, wo sich nur noch 16,3% der Befragten Empfehlungen wünschen. Entgegen der bisherigen Forschungsergebnisse, wonach eine Auswahl an Kombinationsartikeln auf einer Warenkorb-Zwischenseite die User grundsätzlich begeistert, erwarten nur 28,7% der Befragten Empfehlungen auf der Warenkorb-Zwischenseite.

Platzierung Empfehlungen (Quelle: eResult-Studie, S. 17)

 

Aus diesen Ergebnissen resultiert, dass Produktempfehlungen durchaus eingesetzt werden sollen, allerdings mit abgestufter Intensität. Nutzer haben eine klare Vorstellung von der Positionierung von Empfehlungen, deswegen gilt es diese nicht zu aufdringlich zu platzieren. Auf der Artikelseite dürfen Empfehlungen prominent ausgespielt werden, im Warenkorb nur im nicht sofort sichtbaren Bereich und im Bezahlprozess muss komplett darauf verzichtet werden.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass sich die bevorzugten Empfehlungsarten sehr stark vom jeweiligen Sortimentstyp unterscheiden. Bei Technikprodukten wünschen sich z.B. mehr als 40% der Befragten Zubehör-Empfehlungen. Bei Büchern hingegen erwarten fast 50% der User auf der Artikeldetailseite und 45,4% auf der Warenkorb-Zwischenseite Empfehlungen über thematisch ähnliche Bücher. Die Neigung ein weiteres Buch dem Einkauf hinzuzufügen, ist hier weitaus höher als ein bereits im Warenkorb vorhandenes Produkt zu revidieren. Bei Mode hingegen wünscht sich der Kunde – genau wie im Ladengeschäft -  passende Kombinationsprodukte zum bereits gewählten Kleidungsstück. Empfehlungen für ähnliche Produkte sind daher am liebsten nur auf der Artikelseite erwünscht.

Nicht zuletzt spielt die Formulierung der Empfehlungsüberschriften eine wichtige Rolle. Persönliche Formulierungen wie „Das könnte Sie auch interessieren“ sowie kurze, prägnante Benennungen wie „Gleich mitbestellen“ machen das Rennen beim Kunden. Unbedingt abgeraten wird von Formulierungen, die mit dem Kaufverhalten anderer Kunden in Verbindung gebracht werden wie bspw. „Andere Kunden kauften“, da der User das Gefühl braucht nach eigener Vorliebe einzukaufen.

Insgesamt bietet die Studie spannende Erkenntnisse rund um das Thema Produktempfehlungen – und viele interessante Testansätze für künftige a/b- oder multivariate Tests! Darüber hinaus ist die Studie ein weiterer Beleg dafür, dass nie von allgemeinen Aussagen ausgegangen werden kann. Vielmehr muss für jedes Shop-Sortiment die passende Cross- und Up-Selling-Strategie gefunden werden.

Die vollständige Grundlagenstudie gibt es kostenlos zum Download bei eResult: >> Zum Download

 

Immer mehr Anbieter bieten Ihre Webseiten auch als mobile Version an. Oft sind diese Seiten jedoch relativ langsam oder funktionieren nicht richtig flüssig.
Doch was gilt es zu beachten damit eine mobile Webseite schnell geladen wird und wie gewünscht funktioniert?

Mobile Endgeräte sind nicht so leistungsfähig wie Desktopgeräte und das rendern einer Webseite auf einem Smartphone ist 40% – 80% langsamer.

Ein Beispiel durch den „Sunspider JavaScript Benchmark“ belegt, dass die Ausführung  eines JavaScripts mindestens das 10 fache an Zeit benötigt.


Performance im Mobile-Web

Endgerät Zeit in ms
Desktop Rechner, 3.33 GHz mit Chrome 15 231,9 ms +/- 2,0 %
Apple iPad 3402,2 ms +/- 0,3 %
Samsung Galaxy S 6865,4 ms +/- 3,1 %

 

Das Handy Netz ist zum Teil erheblich langsamer.

Es können zwar auch auf einem Smartphone Browser mehrere Dateien gleichzeitig geladen werden, aber aufgrund der geringen Bandbreite dauert es erheblich länger bis alle Daten vollständig zur Verfügung stehen.
Im mobilen Web ist jeder HTTP-Request sehr zeitintensiv und erhöht damit die Ladezeit. Deshalb sollte man am besten JavaScript und CSS Dateien zusammen fassen.

Außerdem ist es empfehlenswert Bilder zu skalieren und zu Optimieren.
Hierbei ist auch wichtig, dass das richtige Bildformat gewählt wird. Dabei steht das PNG Format vor dem GIF Format und auf das JPEG Format sollte man möglichst ganz verzichten. Desweiteren können die HTTP-Requests beim Laden mehrerer Bilder durch die Verwendung von „Sprites“ deutlich verringert und damit natürlich die Ladezeit optimiert werden.

HTML5 und CSS3 ersetzen viele Grafiken und sparen Performance

Fast alle  mobilen Browser unterstützen die meisten Features von HTML5 und CSS3.
Somit ist es zum Beispiel möglich Buttons mit abgerundeten Ecken zu erstellen ohne dass dafür auch nur ein Bild notwendig wäre.

Eine schöne Neuerung an HTML5 sind auch die verschiedenen Eingabefelder.
Mit dem Typ „number“ ist es beispielsweise mit einem mobilen Browser möglich, dass nur der Ziffernblock angezeigt wird und nicht die komplette Tastatur.

 

Hier nochmal alle Punkte auf einen Blick:

  • Weiterleitungen sind Performance Killer
  • So wenig HTTP-Requests wie nur möglich verwenden
  • JavaScript und CSS zusammenfassen und komprimieren
  • Bilder skalieren und „Sprites“ verwenden

 


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